Wir investieren in eine
nachhaltige Zukunft

Willkommen beim Nachhaltigkeitsbericht 2020 der EB-Gruppe! Wie tief Nachhaltigkeit in unserem Selbstverständnis und Wertesystem verwurzelt ist, wie sehr sie unsere Prinzipien und unser tägliches Handeln prägt, zeigen wir Ihnen hier – offen und transparent.

Liebe Leserinnen und Leser,

Nachhaltigkeit steht derzeit in Politik und Wirtschaft weit oben auf der Agenda. Vor allem das Thema Klimaschutz ist allgegenwärtig. So hat es u. a. den Wahlkampf zur Bundestagswahl 2021 stark beeinflusst. Dass Klimaschutz und Nachhaltigkeit Leitmotive jeglichen Handelns sein müssen, steht für die Evangelische Bank (EB) seit ihrer Gründung außer Frage. Wir sollten keine Zeit verlieren. In Zeiten der Pandemie, des Klimawandels und weiterer globaler Herausforderungen braucht es Pionier:innen, die auf dem Weg hin zu einer nachhaltigen Transformation mutig und gleichzeitig besonnen vorangehen und andere mitnehmen. Es braucht das Zusammenwirken aller Akteur:innen, um die Ziele der Agenda 2030 und des Pariser Klimaabkommens zu erreichen. Es ist höchste Zeit, die notwendigen Schritte hierfür nun auch in die Tat umzusetzen. Dem Finanzsektor kommt dabei eine Schlüsselrolle zu, denn Finanzinstitute und Investor:innen leisten mit der bewussten und aktiven Lenkung der Kapitalströme einen bedeutenden Beitrag zur Unterstützung der nachhaltigen Transformation der Gesamtwirtschaft und vieler gesellschaftlicher Rahmenbedingungen. Wir haben die Chance, den Übergang hin zu einer nachhaltigen Wirtschaft proaktiv mitzugestalten.

Vorstand EB

„Für uns in der Evangelischen Bank ist das Thema Nachhaltigkeit nicht erst auf der Agenda, seit die Öffentlichkeit darüber diskutiert. Für uns ist Nachhaltigkeit integraler Bestandteil all unserer Geschäftsaktivitäten. Nachhaltigkeit ist für uns kein Trend, sondern eine Haltung.“

― Thomas Katzenmayer, Joachim Fröhlich, Olaf Kreuzberg

Dieser Haltung haben wir in diesem Bericht die Überschrift „Das Prinzip Lila“ gegeben. Was wir darunter verstehen, erfahren Sie auf den folgenden Seiten. Selbstverständlich hat sich auch unser Verständnis von Nachhaltigkeit weiterentwickelt. Dies liegt in der Natur der Sache, denn nachhaltiges Handeln kann nie ans Ziel kommen. Es ist ein stetiger Prozess. Wichtig sind Etappenziele. So haben wir u. a. im Jahr 2018 den UN Global Compact unterzeichnet hat, wodurch wir uns zu dessen zehn Prinzipien bekennen.

Die UN Global Compact Initiative fordert die Unterzeichner dazu auf, sich aktiv um ein Vorantreiben der Sustainable Development Goals zu kümmern. Diesen Appell nehmen wir ernst und werden die SDGs weitestgehend in die strategischen und operativen Prozesse der EB-Gruppe integrieren.

Global Compact

Im Jahr 2020 haben wir als wichtigen und ehrgeizigen Meilenstein eine Klimastrategie für die EB-Gruppe entwickelt, die neben der Bankökologie die Kapitalanlagen und das Kreditportfolio umfasst. Die EB-Klimastrategie ist ganzheitlich und integriert. Die Ziele und Maßnahmen, die wir mit ihr verfolgen, unterstreichen einmal mehr unsere Vorreiterstellung im nachhaltigen Bankwesen in Deutschland. Mit der Klimastrategie zeigen wir auf, wie wir Klimaneutralität in den wesentlichen Geschäftsfeldern der Bank durch eine kontinuierliche Transformation erreichen wollen. Ein erster wichtiger Meilenstein vor diesem Hintergrund war die Unterzeichnung der Initiative zur freiwilligen Klima-Selbstverpflichtung von Vertretern der Finanzbranche im Sommer 2020.

Eine weitere Maßnahme unserer Klimastrategie ist, dass wir in der EB sukzessive ein Berichtswesen aufbauen, das weltweit anerkannten Standards entspricht. Es ist abzusehen, dass sich das TCFD-Reporting zu einem solchen Standard entwickeln wird. Die „Task Force on Climate-related Financial Disclosures“ (TCFD) ist vom „Financial Stability Board“ gegründet worden. Sie hat im Juni 2017 Empfehlungen veröffentlicht, um Unternehmen dabei zu unterstützen, klimawandelbedingte Risiken und Chancen in der Geschäftstätigkeit besser zu analysieren und transparent aufzuzeigen. Mit dem Reporting dokumentieren wir unseren Stand der klimabezogenen Maßnahmen, damit wir eine Vergleichbarkeit herstellen können. So haben wir im Jahr 2020 für die gesamte EB-Gruppe u. a. erstmalig einen Klimafußabdruck erstellt. Er umfasst neben dem Geschäftsbetrieb auch die mit den Finanzierungen und der Kapitalanlage verbundenen Treibhausgasemissionen. Mit dem ersten Klimafußabdruck konnten wir die Basis legen, um Treibhausgasemissionen zukünftig systematisch zu reduzieren. Zwar ist die Datenqualität für die Bereiche Geschäftsbetrieb, Kapitalanlage und Finanzierungen Stand heute noch sehr unterschiedlich, doch gerade in Bezug auf das Kreditportfolio werden wir zukünftig mit unseren Kund:innen zusammen Lösungen erarbeiten, um belastbare Daten erheben, bewerten und managen zu können. Denn es ist uns wichtig, unsere Stakeholder:innen und Kund:innen bei allen Schritten auf dem Weg hin zur Klimaneutralität mit einzubeziehen. So schaffen wir gemeinsam eine hohe Transparenz unserer Aktivitäten.

Mehr Transparenz verfolgt auch die EU-Umwelt-Taxonomie, die im Jahr 2020 in Kraft getreten und ab Januar 2022 anzuwenden ist. Ihr Ziel ist es, Kapitalströme hin zu nachhaltigen, CO2-armen Investitionen zu lenken, um so die EU-Umweltziele und Ziele der EU aus dem Pariser Klimaabkommen und der Agenda 2030 der Vereinten Nationen zu erreichen. Die EU-Taxonomie ist ein Klassifikationssystem, das Anleger:innen dabei helfen soll, grüne Investments zu erkennen. Mit der Taxonomie-Verordnung wird zunächst ein einheitliches Nachhaltigkeitsverständnis geschaffen. Durch die Taxonomie-Verordnung sind wir als Bank dazu aufgefordert, unsere Finanztätigkeiten und sämtliche Vermögenswerte zu durchleuchten, um eine Einschätzung vornehmen zu können, ob diese den Taxonomie-Voraussetzungen als „ökologisch nachhaltige Tätigkeiten“ genügen. Das hat zur Folge, dass wir als Bank zukünftig vermehrt taxonomierelevante Daten bei unseren Kund:innen anfordern werden. Dies bedeutet für unsere Kund:innen sicherlich künftig einen Mehraufwand. Doch liegt hierin auch für alle die Chance, das operative Geschäft nachhaltiger zu gestalten, die Kommunikation zum Thema Nachhaltigkeit zu erhöhen und die Transparenz zu verbessern. Wir sehen es als unsere Aufgabe an, unsere Kund:innen in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft frühzeitig auf die neuen Anforderungen hinzuweisen und ihnen gleichzeitig Lösungswege aufzuzeigen. Das meinen wir, wenn wir sagen: Wir sind mehr als eine Bank!

Nachhaltigkeit weist den Weg in die Zukunft: Wir befinden uns in einem dynamischen Prozess, der durch den intensiven Austausch mit Stakeholder:innen und Netzwerkpartner:innen immer wieder zu veränderten Perspektiven, strengeren Kriterien und neuen Nachhaltigkeitszielen führt. Wir gestalten die Transformation aktiv mit. Wir stehen zu unserer Verantwortung – und das aus innerster Überzeugung. Lassen Sie uns den Weg hin zu einer nachhaltigen Zukunft partnerschaftlichen zusammen gehen!

Ihr Vorstand der Evangelischen Bank eG

Thomas Katzenmayer, Joachim Fröhlich, Olaf Kreuzberg

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