Wir engagieren uns für eine
enkelfähige Zukunft

Unsere Engagement-Aktivitäten sind ein wichtiger Baustein für unseren umfassenden Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung: Wir setzen uns für die notwendige Transformation der Wirtschaft hin zu einer klimaverträglichen, ressourcenschonenden und sozialen Wirtschaftsweise ein.

Wir engagieren uns aktiv!

Der englisch geprägte Begriff Engagement bedeutet für uns, dass wir unsere Einflussmöglichkeiten nutzen und mit Unternehmen, in die wir investieren oder investieren wollen, in den Dialog treten. Unser Austausch erstreckt sich außerdem auf Beteiligungen, auf Dienstleister:innen, auf Anbieter:innen von Fondsprodukten und auf Verbände, in denen die Evangelische Bank (EB) und EB-SIM Mitglieder sind. Auf diese Weise fördern wir kontinuierlich eine nachhaltige Entwicklung und sensibilisieren für eine notwendige Veränderung hin zu einer klimaverträglichen, ressourcenschonenden und sozialen Wirtschaft. Dieser Anspruch wird in unserer Engagement Strategie konkretisiert.

Seit 2022 liegt der Fokus unseres Engagements auf Aktivitäten, die wir gemeinsam mit anderen Aktiven durchführen:

Kirchenbanken

Die EB hat im Jahr 2022 gemeinsam mit einer Reihe von Kirchenbanken einen Engagement-Dialog zum Thema Nachhaltigkeit im Finanzsektor geführt.

Engagement-Pool

Die EB und die EB-SIM beteiligen sich an einem Engagement-Pool, der zusammen mit anderen Aktiven ein Investitionsvolumen von über 1,6 Billionen US-Dollar umfasst. 2022 wurden 70 Dialoge im Rahmen dieses Pooled Engagements durchgeführt.

Dialog in Eigenregie

2022 wurden 70 Dialoge im Rahmen dieses Pooled Engagements durchgeführt.

Dialoge für eine bessere Welt

Engagement-Pool

Die EB und die EB-SIM beteiligen sich an einem Engagement-Pool, der zusammen mit anderen Aktiven ein Investitionsvolumen von über 1,6 Billionen US-Dollar umfasst.

Engagement-Pool

Kirchenbanken

Die EB hat im Jahr 2022 gemeinsam mit einer Reihe von Kirchenbanken einen Engagement-Dialog zum Thema Nachhaltigkeit im Finanzsektor geführt.

Kirchenbanken

Dialog in Eigenregie

2022 wurden 70 Dialoge im Rahmen dieses Pooled Engagements durchgeführt.

Brief an die EU-Kommission

Als EB setzen wir uns auf vielen Ebenen für die nachhaltige Transformation der Wirtschaft ein. Dazu gehört auch unser öffentliches Eintreten für die Einführung einer sozialen Taxonomie, die den Kapitalfluss in Einrichtungen der Gesundheits- und Sozialwirtschaft künftig erheblich erleichtern würde. Im August 2022 hat der EB-Vorstand beispielsweise in einem Schreiben an die EU-Kommission mehr Tempo bei der Umsetzung entsprechender Pläne gefordert und dafür geworben, dass sozial nachhaltige Aktivitäten ebenso anerkannt werden wie ökologisch nachhaltige Aktivitäten. Auch in mehreren Gastbeiträgen und Zeitungsinterviews haben wir unseren Standpunkt diesbezüglich deutlich gemacht und öffentlichkeitswirksam darauf hingewiesen, dass die Gesundheits- und Sozialwirtschaft das soziale Fundament unserer europäischen Volkswirtschaften stützt und auch vor diesem Hintergrund mehr Berücksichtigung bei der Entwicklung regulatorischer Vorgaben finden müsse.

Unser gemeinschaftliches Engagement mit dem AKI

Die EB engagierte sich auch 2022 im Arbeitskreis kirchlicher Investoren (AKI). Dort haben sich kirchliche institutionelle Anleger:innen – im Wesentlichen evangelische Landeskirchen, Ruhegehalts- und Pensionskassen sowie kirchennahe Genossenschaftsbanken – zusammengeschlossen, um die Mitglieder bei der ethisch verantwortlichen Anlage des kirchlichen Vermögens zu unterstützen. Dabei sucht der AKI den Dialog mit Unternehmen, um Verbesserungsmöglichkeiten in den Bereichen Ökologie, Soziales und Governance zu erschließen.

2022 hat der AKI insgesamt 20 Unternehmensdialoge geführt. Unter Beteiligung der EB wurden fünf Dialoge zur Umsetzung des deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes, sieben Dialoge über Klimastrategien im Straßen(güter)verkehr, ein Dialog über Wirtschaftsaktivitäten in autoritär regierten Ländern sowie sieben Dialoge mit Finanzdienstleistern zu den Themen Rüstungsgüter, Klima, EU-Regulierung von Nachhaltigkeitsfonds und Menschenrechte geführt. Letztere wurden mit DZ-Bank, UBS, Credit Suisse, Deutsche Bank, Allianz Global Investors, Warburg Bank und DWS geführt.

Brief gegen Atom und Gas

Im Juli 2022 stimmte das Europäische Parlament final über die Aufnahme von Atomkraft und Gas in die Umwelt-Taxonomie ab. In einem Brief an ausgewählte EU-Parlamentarier wandte sich der AKI – und mit ihm die EB – zuvor gegen diese Entscheidung, da Atomkraft und Erdgas „aus der Perspektive werteorientierter Investoren keine nachhaltigen Wirtschaftsaktivitäten“ seien. Im Gegenteil bestehe die Gefahr, dass die Taxonomie mit der Aufnahme von Atomkraft und Gas sog. „Greenwashing“ von Finanzprodukten befördert statt es zu vermeiden. „Mit der Einstufung von Gas und Atomkraft als nachhaltig stellt sich die EU-Kommission gegen die wissenschaftsbasierten Kriterien ihrer eigenen Beratungsgremien und stellt die Glaubwürdigkeit der Taxonomie, aber auch des Europäischen Green Deals insgesamt in Frage“, lautete die Kernthese des Schreibens.

Weiterentwicklung des Engagements durch EB-SIM

Die EB-SIM verstärkt ihre Engagement-Aktivitäten signifikant. Um den Wert der Fondsinvestitionen zu schützen und zu steigern und die notwendige nachhaltige Transformation voranzutreiben, setzt die EB-SIM auf „Active-Ownership“-Strategien in Form von Engagement-Dialogen und der Ausübung von Stimmrechten. Engagement-Dialoge ermöglichen ein tieferes Verständnis eines Unternehmens und seiner Geschäftsaktivitäten sowie eine bessere Einschätzung und Bewertung des Umgangs der Unternehmensführung mit ESG-Risiken und -Chancen. Darüber hinaus dient der strukturierte Unternehmensdialog nicht nur der Informationsbeschaffung, sondern auch der positiven Beeinflussung des Unternehmensverhaltens und damit der Wertschöpfung für Gesellschaft und Umwelt.

Im vergangenen Jahr nahm die EB-SIM an rund 200 kollaborativen Engagements zu kontroversen und strategischen Themen teil. Ein Beispiel hierfür sind die „Net-Zero“ Engagements von ISS ESG, die darauf abzielen, Unternehmen bei der Definition von konkreten Emissionsreduktionszielen zu begleiten. Die Emissionsziele sind auf „Net-Zero“ bis 2050 ausgerichtet. Zudem beteiligt sich die EB-SIM an kollaborativen, normbasierten Engagements mit ISS ESG. Diese ermöglichen eine gemeinsame Reaktion mit anderen Investoren auf Kontroversen. Dabei werden unter anderem Engagements mit Unternehmen durchgeführt, die in mutmaßliche oder nachgewiesene schwere Verstöße gegen internationale Normen verwickelt sind. Weiterhin unterstützt die EB-SIM das „Non-Disclosure“ Engagement von CDP mit dem Ziel, eine bessere Datentransparenz und -qualität bei Unternehmen zu erreichen. Engagements in Kollaboration mit dem AKI (Arbeitskreis Kirchlicher Investoren in der evangelischen Kirche in Deutschland) konzentrieren sich auf Unternehmen aus dem DAX und MDAX mit dem Ziel, Verbesserungen bei sozialen und ökologischen Themen zu bewirken. Neben den zahlreichen kollaborativen Engagements fokussiert sich die EB-SIM zunehmend auf Engagements in Eigenregie.

Eine Übersicht aller Engagements ist zu finden im „Active Ownership Report 2022“  auf der Website der EB-SIM.

Lieferketten in der Automobilindustrie

Kirchliche institutionelle Investor:innen der beiden großen Konfessionen haben sich im Jahr 2019 zu einem Engagement-Projekt zum Thema „Ökologische und menschenrechtliche Risiken in der Wertschöpfungskette der Automobilindustrie am Beispiel von Lithium, Platin und Kautschuk“ zusammengeschlossen. Neben den kirchlichen Investor:innen beteiligen sich „Brot für die Welt“ mit Expertise zu Platin und Lithium sowie das „Institut Südwind“ mit einer Fachfrau für soziale und Umweltkontroversen bei der Kautschukgewinnung. Das Ziel dieses Engagement-Projekts ist es, die drei Automobilhersteller Daimler, BMW und VW sowie die Zulieferer Continental (Kautschuk), BASF (Platin) und Akasol (Lithium) auf ihre jeweilige Verantwortung zur Einhaltung von Menschenrechts- und Umweltstandards entlang ihrer Lieferketten anzusprechen. Im Jahr 2021 fanden Gespräche mit Daimler, VW, BMW, Continental und BASF statt. Ein Meilenstein ist, dass Daimler seit Januar 2021 – wie von den kirchlichen Investoren beim ersten Gespräch im Vorjahr gefordert – Mitglied der Global Platform on Sustainable Natural Rubber (GPSNR) geworden ist.

Nachhaltigkeit in der Finanzbranche

Im Rahmen des Finanz-Engagements im AKI haben – wie jedes Jahr – vier Gespräche stattgefunden. Acht Unternehmen werden im Zwei-Jahres-Rhythmus zum Nachhaltigkeits-Dialog mit AKI-Mitgliedern eingeladen. Im Jahr 2021 fanden Gespräche mit Pimco, Union Investment, HSBC und Deka statt. Inhaltliche Schwerpunkte waren die Themen Ausschluss von geächteten Waffen in Portfolien, die Einhaltung der Menschenrechte und Klimaschutz. Ein Meilenstein ist, dass die Deka Bank und die Deka Investments geächtete Waffen generell ausschließen. Das bedeutet, dass in Landminen, Streumunition und ABC-Waffen nicht investiert wird. Das bedeutet, dass nicht in Landminen, Streumunition und ABC-Waffen investiert wird. Die Deka Nachhaltigkeitsfonds investieren generell nicht in Waffen.

Weiterentwicklung des Engagements durch EB-SIM

Die EB-SIM verstärkt ihre Engagement-Aktivitäten signifikant. Um den Wert der Fondsinvestitionen zu schützen und zu steigern und die notwendige nachhaltige Transformation voranzutreiben, setzt die EB-SIM auf „Active-Ownership“-Strategien in Form von Engagement-Dialogen und der Ausübung von Stimmrechten. Engagement-Dialoge ermöglichen ein tieferes Verständnis eines Unternehmens und seiner Geschäftsaktivitäten sowie eine bessere Einschätzung und Bewertung des Umgangs der Unternehmensführung mit ESG-Risiken und -Chancen. Darüber hinaus dient der strukturierte Unternehmensdialog nicht nur der Informationsbeschaffung, sondern auch der positiven Beeinflussung des Unternehmensverhaltens und damit der Wertschöpfung für Gesellschaft und Umwelt.

Im vergangenen Jahr nahm die EB-SIM an rund 200 kollaborativen Engagements zu kontroversen und strategischen Themen teil. Ein Beispiel hierfür sind die „Net-Zero“ Engagements von ISS ESG, die darauf abzielen, Unternehmen bei der Definition von konkreten Emissionsreduktionszielen zu begleiten. Die Emissionsziele sind auf „Net-Zero“ bis 2050 ausgerichtet. Zudem beteiligt sich die EB-SIM an kollaborativen, normbasierten Engagements mit ISS ESG. Diese ermöglichen eine gemeinsame Reaktion mit anderen Investoren auf Kontroversen. Dabei werden unter anderem Engagements mit Unternehmen durchgeführt, die in mutmaßliche oder nachgewiesene schwere Verstöße gegen internationale Normen verwickelt sind. Weiterhin unterstützt die EB-SIM das „Non-Disclosure“ Engagement von CDP mit dem Ziel, eine bessere Datentransparenz und -qualität bei Unternehmen zu erreichen. Engagements in Kollaboration mit dem AKI (Arbeitskreis Kirchlicher Investoren in der evangelischen Kirche in Deutschland) konzentrieren sich auf Unternehmen aus dem DAX und MDAX mit dem Ziel, Verbesserungen bei sozialen und ökologischen Themen zu bewirken. Neben den zahlreichen kollaborativen Engagements fokussiert sich die EB-SIM zunehmend auf Engagements in Eigenregie.