Wie kann Geld
Gutes tun?

Unsere Finanzierungen sind ein Investment in eine gute Zukunft, die wir mitgestalten möchten. Das heißt konkret: Wir finanzieren, um natürliche Ressourcen zu schützen oder um die Gesundheits- und Sozialwirtschaft zu stärken.

So wirkt nachhaltige Finanzierung!

Wir möchten mit unseren Finanzierungen eine nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft unterstützen. Beispiele sind Kredite im Bereich der erneuerbaren Energie – so für Photovoltaik- und Windenergieanlagen – oder für Immobilien von Krankenhäusern, Schulen, Kitas oder Pflegeeinrichtungen sowie Wohnungsunternehmen mit genossenschaftlichem oder kirchlichem Hintergrund.

Nachhaltige Entwicklung unterstützen und unsere Kund:innen in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft sowie Kirche und Diakonie dabei zu begleiten, heißt für uns auch, sich den Zukunftsfragen zu stellen und Lösungen zu finden. Dazu gehören z. B. die Anforderungen an die Pflege und die Versorgung älterer Menschen. Viele von ihnen stellen sich die Frage: Wie wollen wir im Alter leben? Wo können wir zuhause sein, wenn wir Unterstützung brauchen? Ist es trotzdem möglich, in unserem Quartier zu bleiben?

nachhaltige Finanzierung

DUCAH – Digital Urban Center for Aging & Health

Diesen Fragen stellt sich DUCAH – das Digital Urban Center for Aging & Health. Ziel dieses neuen Zentrums für die Pflege der Zukunft sind innovative digitale Lösungen im Pflegebereich. Die neuen Anwendungen sollen menschenzentriert sein, also einen direkten Nutzen für zu pflegende Menschen, Pfleger:innen oder Angehörige bieten. Der Alltag in Pflegeeinrichtungen soll für alle Beteiligten leichter, direkt Betroffenen soll geholfen, Pflegepersonal und Familienangehörige sollen entlastet werden.

Die Evangelische Bank (EB) unterstützt DUCAH als Gründungspartner. Das neue Zentrum ist ein innovatives Netzwerk aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Verbänden und dem Gesundheits- und Sozialsektor. DUCAH arbeitet wie ein Reallabor – forscht am Ort des Geschehens von Gesundheit, Pflege und Altern – in Stadt- und Pflegequartieren sowie Krankenhäusern. Im Jahr 2020 wurde das DUCAH-Projekt ins Leben gerufen – 2021 nahm DUCAH seine Arbeit auf.

Weitere Informationen über DUCAH

ducah Logo

Im Coronajahr 2020 standen wir unseren Kund:innen aus Kirche, Diakonie sowie Gesundheits- und Sozialwirtschaft nachhaltig und solidarisch zur Seite – u. a. mit Tilgungsaussetzungen, erweiterten Kreditlinien und Unterstützung bei der Fördermittelvergabe.

Eine Hauptaufgabe sieht die EB darin, die Finanzierungsbedarfe der Institutionen und Organisationen aus Kirche, Diakonie, der freien Wohlfahrt sowie aus der Gesundheits- und Sozialwirtschaft, der nachhaltigen Wohnwirtschaft, aus dem Bereich der erneuerbaren Energien und die Bedarfe ihrer Privatkund:innen bestmöglich decken zu können.

Zahlen sprechen eine nachhaltige Sprache

Im Jahr 2020 haben wir insgesamt knapp 842 Mio. € an neuen Krediten zur Finanzierung von Vorhaben unserer Kund:inn aus Kirche, Diakonie und Sozialwirtschaft sowie Privatkund:innen zugesagt.

Neukreditgeschäft 2020 (Stand: 31.12.2020 – Quelle: EB-Imagepräsentation)

Nachhaltige Finanzierung

Bei der Kreditvergabe haben wir das Thema Nachhaltigkeit immer im Blick. So schließen wir verschiedene Kund:innsegmente von der Kreditvergabe aus. Darüber hinaus haben wir im Jahr 2020 mit der Aktualisierung der Kreditvergabegrundsätze begonnen. Die verschärften Kriterien werden wir voraussichtlich bis Ende des Jahres 2021 veröffentlichen. Die neuen Kreditvergabegrundsätze werden eine sogenannte Positivliste und eine überarbeitete Negativliste enthalten. Die Negativliste orientiert sich an den Kriterien der EB-Nachhaltigkeitsfilter.

Wir gestalten Zukunft

Die gesellschaftliche Wirkung unserer Finanzierungen zeigt sich am Ende nicht nur gut am konkreten Objekt, das unterstützt wird. Auch eine transparente Verknüpfung mit den Sustainable Development Goals ist uns wichtig.

Mit den 17 SDGs und der Agenda 2030 hat sich die Weltgemeinschaft im Jahr 2015 einen verbindlichen Rahmen gesteckt, der eine nachhaltige Entwicklung und weltweite Armutsbekämpfung fokussiert. Das Ziel der SDGs sind grundlegende Veränderungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, um die globale Entwicklung zu einer nachhaltigen, klima- und umweltverträglichen Wirtschaftsweise voranzubringen.

Wir leisten als Unterzeichnerin des UN Global Compact bereits einen aktiven Beitrag zur Förderung der SDGs und verstärken stetig unser Engagement in diesem Bereich. Logische Konsequenz für uns als Pionier:in des nachhaltigen Bankings ist, die nachhaltigen Entwicklungsziele der UN im Sinne einer umfassenden Transformation zur Richtschnur unseres unternehmerischen Handelns zu machen.

Die SDGs sind sehr gut als Leitplanken des unternehmerischen Handelns geeignet, denn die Finanzwirtschaft spielt bei der Finanzierung der nachhaltigen Transformation eine entscheidende Rolle. Der besondere Wert der SDGs liegt darin, dass sie – als Ziele für eine nachhaltige Entwicklung – erstmals eine exakte Definition liefern, welche gesellschaftlichen Zielvorstellungen und Werteüberzeugungen durch nachhaltige Investments und nachhaltige Kreditvergabe erreicht werden sollen. Sie sind damit ein elementarer Orientierungsmaßstab für nachhaltig ausgerichtete Finanzinvestoren weltweit.

Im Jahr 2020 haben wir ein Projekt gestartet, mit dem für ausgewählte Sektoren die ökologischen und sozialen Wirkungen unserer Finanzierungen und damit der Investitionen unserer Kund:innen gemessen werden können und ihre Beiträge zu den SDGs aufzeigt werden können. Zur Ermittlung der Wirkungen unserer Finanzierungen wurde auf das theoretische Konzept der „Theory of Change“ zurückgegriffen. Dieses Konzept zeigt auf, inwiefern durch die Bereitstellung von Kapital (z. B. Kreditvergabe) und den damit ausgelösten Aktivitäten und Maßnahmen der Kund:innen Wirkungen für die Gesellschaft erzielt werden.

Beispielweise unsere Finanzierungen in der Kinder- und Jugendhilfe auf SDG 4 (Bildung) ein, in der Eingliederungshilfe, Pflege und im Gesundheitswesen werden Beiträge zu SDG 3 (Gesundheit und Wohlergehen) geleistet.). Nachhaltiges, erschwingliches Wohnen trägt zum Punkt SDG 11 (nachhaltige Städte und Gemeinden) bei. Da die Finanzierung von Investitionen dieser Sektoren immer auch eine infrastrukturelle Wirkung erzielt, wird ein Beitrag zu SDG 9 (Innovation und Infrastruktur) geleistet.

Sektoren Nachhaltige Finanzierung

Der Weg ist das Ziel – Mehrwert für unsere Kund:innen

Bei Finanzierungen unserer Kund:inn der Gesundheits- und Sozialwirtschaft stehen wir noch am Anfang möglicher Bewertungen in Bezug auf Klimarisiken. Hierbei geht es beispielsweise um Fragen, ob Gebäude, Lieferketten oder auch das Personal von möglichen klimatischen Veränderungen in der Zukunft betroffen sein werden. Daraus abzuleiten ist, ob zum Beispiel bauliche Vorkehrungen vorgenommen werden müssen, mit denen es gelingt, trotz Hitzeperioden, Unterbrechungen der Energieversorgung oder Starkregens den Geschäftsbetrieb uneingeschränkt fortzuführen. Hier geben wir nicht nur Geld, sondern möchten unsere Kund:inn auf dem jeweiligen Transformationsprozess in die Zukunft mit Beratung und Lösungen begleiten. Für uns ist das gelebte nachhaltige Kund:innzentrierung.

Gemeinsam finden wir Lösungen

Ebenso stehen wir unseren Kund:inn beratend und lösungsorientiert zur Seite, wenn es um weitere regulatorische Veränderungen geht. Sei es, dass höhere energetische Anforderungen für Neubauten gestellt werden oder neue finanzielle Aufwendungen, die durch einen CO2-Preis entstehen könnten, berücksichtigt werden müssen. Viele dieser Fragestellungen können heute noch nicht konkret beantwortet werden. Aber sie zeigen deutlich, dass wir als Bank mit unseren Kund:inn zusammen diese Fragen besprechen, konstruktiv diskutieren und gemeinsam Lösungsansätze finden wollen.

EB wird Pfandbriefbank

Wie attraktiv sind heutzutage eigentlich Social Bonds oder soziale Pfandbriefe? Wir sind der Meinung: sehr. Denn über Social Bonds als soziale Anleihen fließen Mittel in soziale und gesellschaftliche Projekte – zum Beispiel Krankenhäuser, Pflegeheime oder in die Infrastruktur.

Deshalb haben wir 2020 bei der Aufsichtsbehörde BaFin die Zulassung für eine Pfandbrief-Lizenz beantragt. Die Auflage von Pfandbriefen ermöglicht uns eine breitere Aufstellung unserer Refinanzierung sowie eine Verbesserung der langfristigen Ertragssituation der Bank.

Es geht um die Finanzierung von Projekten in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft – ein Wachstums- und Investitionsmarkt. Allein aus demografischen Gründen gibt es in diesem Sektor in den nächsten 20 Jahren einen großen Finanzierungsbedarf; z. B. in Immobilien, die nach nachhaltigen Gesichtspunkten umgebaut werden. Und auch die Corona Pandemie zeigte deutlich, wie wichtig dieser Bereich für die Gesellschaft ist.

Nachhaltige Finanzierung

„Üb immer Treu und Redlichkeit“ – Das preußische Motto des Pfandbriefs

Den guten alten Pfandbrief gibt es übrigens schon mehr als 250 Jahre. 1769 schuf Friedrich der Große die Grundlagen für den modernen Pfandbrief. In seiner „Cabinets-Ordre“ legt er fest, zu welchen Bedingungen Rittergüter in Preußen zukünftig Kredite gegen Grundhypotheken erhalten sollten. Er verschaffte damit den Gütern einen kostengünstigen Zugriff auf internationales Kapital und begründete das Vertrauen von Investoren in grundpfandrechtliche Papiere. An dieser seiner Grundidee hat sich seit über 250 Jahren nichts geändert.

Pfeiler auf dem Weg zur Zukunftsfähigkeit

Als Finanzierer von Immobilien in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft sowie Diakonie und Kirche beabsichtigen wir, unseren langfristigen Finanzbedarf zu einem Teil über die Emission von Pfandbriefen zu finanzieren. Wir werden damit zugleich dem Anspruch unserer Investoren gerecht, ihre Gelder in sozial verantwortliche Projekte zu lenken. Und am Ende steht über die Social Bonds auch einfach mehr Kapital für eine gute und nachhaltige Finanzierung in den gesellschaftlich relevanten Bereichen unserer Kund:innen zur Verfügung.

Der Pfandbrief fügt sich sehr gut in unser nachhaltiges Geschäftsmodell ein und stellt eine sinnvolle Ergänzung zur zukunftsfähigen Ausrichtung der Bank dar.

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