Nachhaltiges Investment
für eine bessere Welt

Kaum ein Tag vergeht, an dem das Thema Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft nicht für neue Nachrichten sorgt. Denn immer mehr Anleger:innen wollen mit ihrer Geldanlage eine ökologische oder soziale Wirkung erzielen. Aber wie nachhaltig ist die Finanzbranche wirklich?

Finanzmarkt und Nachhaltigkeit –
Widerspruch oder Wettbewerbsvorteil?

Das Thema Nachhaltigkeit ist im Finanzsektor angekommen und wird ihn langfristig beeinflussen. Es spielt schon heute in der Strategie von Finanzunternehmen eine zentrale Rolle. Als Ansatz zur ganzheitlichen Betrachtung von Nachhaltigkeit gibt es die ESG-Kriterien, die neben ökologischen Aspekten auch ethische Unternehmensführung und Soziales berücksichtigen. Insofern setzt sich heutzutage jedes Unternehmen der Finanzbranche mit dem Thema auseinander. Wenn auch sehr unterschiedlich: Die einen machen so viel wie nötig entsprechend der Regulatorik – andere tun schon heute mehr als sie müssten.

Klima-Selbstverpflichtung des deutschen Finanzsektors

16 Unternehmen der deutschen Finanzbranche (Stand 30.06.2020) haben eine Selbstverpflichtung unterzeichnet, ihre Kredit- und Investmentportfolien im Einklang mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens auszurichten. Auch die Evangelische Bank gehört als Erstunterzeichnerin dazu. Durch die vereinbarte Messung, Veröffentlichung und Zielsetzung zur Reduzierung der mit den Kredit- und Investmentportfolios verbundenen Emissionen will der Finanzsektor einen Klimaschutzbeitrag leisten und eine nachhaltige und zukunftsfähige Weiterentwicklung der Wirtschaft unterstützen.

Zahlen sprechen eine deutliche Sprache

Der aktuelle FNG-Marktbericht zeigt, dass nachhaltige Geldanlagen auf Wachstumskurs sind. Das verdeutlichen einige Highlights des deutschen Marktes.

Deutschland in Geldanlagen

1,93 Bill. EUR wurden in Kapitalanlagen investiert, die als
sogenannte verantwortliche Investments definiert sind.
Verantwortliche Investor:innen und Asset Manager gestalten ihre Investmentprozesse unter angemessener Berücksichtigung von ökologischen, sozialen und Governance-bezogenen Aspekten (ESG-Kriterien) und wenden entsprechende Anlagestrategien an.

Geldanlage

Im Jahr 2020 wurden in Deutschland insgesamt 335,3 Mrd. EUR in nachhaltige Geldanlagen investiert. Das entspricht per 31.12.2020 einem Anstieg von 25 % gegenüber dem Vorjahr.

Geldanlage

Nachhaltige Investmentfonds hatten Zuflüsse in einem Gesamtvolumen von 107 Mrd. EUR, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von rund 69% entspricht.

Geldanlage

Ein enormes Wachstum war auch bei Privatanleger:innen mit rund 117% gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen.

Wir investieren in eine bessere Welt

Verschiedene Studien für Kapitalanlagen zeigen, dass die Rendite von Investments höher ist, wenn ESG-Kriterien bei deren Auswahl eine zentrale Rolle spielten. Interessant und aussagekräftig in diesem Kontext ist besonders eine Metastudie (Zusammenfassung von Vielzahl von Einzelstudien) aus dem Journal of Sustainable Finance & Investment – ein Beleg dafür, dass sich Nachhaltigkeit im Portfolio auszahlt. Die EB hat ihr Produktangebot entsprechend angepasst. Bei der Geldanlage spielen für uns nicht nur die klassischen Ziele wie Sicherheit, Liquidität und Rentabilität eine entscheidende Rolle; wir nehmen auch unsere Verantwortung für Ökologie und Gesellschaft aktiv im (Eigen-)Anlagengeschäft wahr.

Wo EB drauf steht – ist Nachhaltigkeit drin

Aus diesem Grund setzt die EB eigene Filter im Anlagengeschäft ein, die in Zusammenarbeit von Bank und ihrer Asset-Management-Tochter, EB-SIM, entwickelt wurden. Sie stellen sicher, dass überall, wo EB draufsteht, ein Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung im Sinne der nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (SDG) geleistet wird. Das ist für unsere Kund:innen aus Kirche, Diakonie Gesundheits- und Sozialwirtschaft sowie für andere institutionelle Anleger:innen, denen nachhaltiges Investieren ein Anliegen ist, von wesentlicher Bedeutung.

Ziele für nachhaltige Entwicklung
Nachhaltiges Investment

Vom Öko-Pionier:in zum Vorreiter beim Impact-Investing

Der EB-Öko-Aktienfonds war einer der ersten, der es Anleger:innen ermöglichte, konsequent in nachhaltige Aktien zu investieren. Heute ist er einer der ersten Fonds in Deutschland, der die Voraussetzungen als „Impact Investment“ nach Artikel 9 der EU-Offenlegungsverordnung erfüllt. Impact Investments richten sich an Anleger:innen, die langfristig eine möglichst positive messbare ökologische, soziale und/oder unternehmensethische Wirkung erzielen möchten. Ganz nebenbei: Herzlichen Glückwunsch EB-Aktienfonds zum mittlerweile 30. Geburtstag.

Während wir beim Start des EB-Öko-Aktienfonds im Jahr 1991 Unternehmen ausgeschlossen haben, die nicht mit kirchlichen Werten vereinbar waren, orientiert sich unser Fondsmanagement heute bei der Aktienauswahl und im Risikomanagement an den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (UN Sustainable Development Goals, SDGs) und am Pariser Klimaschutzabkommen (CO₂-Reduktion). Aus einem globalen Auswahluniversum werden Unternehmen mit einer negativen SDG-Bilanz entfernt. Die verbleibenden Unternehmen analysieren wir sowohl mit quantitativen als auch mit qualitativen Methoden und erstellen eine Rangfolge für die Auswahl in ein wirkungsorientiertes Portfolio (Impact Investment).

Die Wirkung unserer Nachhaltigkeitsfilter

Der EB-Filter (Responsible) wird im Eigenanlagengeschäft, wie auch für die eigenen „Responsible-Produkte“ der EB-SIM verwendet. Dieser Filter schließt Unternehmen aus, die eine stark negative Wirkung auf eines der Sustainable Development Goals (SDGs) aufweisen. U.a. sind Investitionen ausgeschlossen, die nicht unseren Werten entsprechen oder stark negative Wirkung auf die SDGs aufweisen. Beispielsweise werden Investitionen ausgeschlossen, die aus dem Bereich der fossilen Brennstoffe und/oder der Rüstungsindustrie stammen.

Der EB-Filter (Impact) der EB findet seine Anwendung bei unseren „Impact-Produkten“, wie beispielsweise dem EB-Öko-Aktienfonds (Publikumsfonds) der EB-SIM. Dabei legt dieser Filter seinen Fokus zusätzlich auf sogenannte ESG-Champions. Das bedeutet, dass der Filter Unternehmen bevorzugt, die einen positiven Impact, gemessen an den SDGs, generieren. Als Resultat haben wir bei diesem Filter ein stark fokussiertes Anlageuniversum mit positiver Wirkung auf die SDGs.

Die Nachhaltigkeitsfilter hat die EB im Jahr 2020 im Rahmen eines Projekts entwickelt. Seit 2021 setzen wir sie in der Eigenanlage und für die liquiden Fondsprodukte der EB-SIM ein.

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