Mit nachhaltigem Geld arbeiten
wir für eine bessere Gesellschaft

Die Welt, so wie wir sie kennen, steht an einem ökologischen und gesellschaftlichen Scheideweg. Ein „Weiter so“ ist unmöglich. Wir alle sind aufgefordert umzudenken, nachhaltiger zu handeln. Gerade auch im Bereich der Finanzen.

Warum ist Nachhaltigkeit bei Finanzen überhaupt wichtig?

Die Finanzwirtschaft hat wesentliche Möglichkeiten der Steuerung der gesamten Wirtschaft. Die Evangelische Bank (EB) hat diese Herausforderung angenommen. Gemeinsam mit unseren Kund:innen setzen wir alles daran, unseren Beitrag für eine nachhaltige und damit ressourcenschonende, CO2-arme und sozial gerechte Zukunft zu leisten – für eine nachhaltig lebenswerte Gesellschaft.

Nachhaltiges Handeln – sozial-ethisch, ökonomisch und ökologisch – darf nicht auf einige wenige Branchen beschränkt sein. Nicht nur die Automobilindustrie oder Energieproduzenten müssen ihren Teil leisten, sondern wir alle. Deshalb übernimmt die EB mit umfassenden strategischen Zielen und Maßnahmen in ihren Nachhaltigkeitsgrundsätzen sowie einer integrierten Klimastrategie, die sich auf alle Geschäftsbereiche und -prozesse erstrecken, Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung. Das mag etwas pathetisch klingen, aber genau das ist unser Selbstverständnis. Und deshalb werden vor allem die Herausforderungen und Folgen des Klimawandels als eines der zentralen Themen unserer Zeit ganzheitlich im Bankgeschäft berücksichtigt.

ökonomische Nachhaltigkeit

Klimastrategie

In Anbetracht des immer notwendigeren Klimaschutzes ist es mehr als angebracht, dass auch Unternehmen der Finanzwirtschaft nicht nur eine eigene Klimastrategie entwickeln, sondern auch konsequent umsetzen. Nur so können sie ihrer gesellschaftlichen Verantwortung für den notwendigen, nachhaltig ausgerichteten Strukturwandel gerecht werden und einen aktiven Beitrag zur umfassenden, klimagerechten wirtschaftlichen Transformation leisten.

Die EB-Gruppe hat auch 2021 durch die Umsetzung ihrer Klimastrategie ihren eigenen Beitrag geleistet. So hat die EB beispielsweise eine neue Car Policy beschlossen, ist der  (Partnership for Carbon Accounting Financials) beigetreten, hat ihren ersten  veröffentlicht und die Weiterentwicklung ihrer Nachhaltigkeitsfilter auf Anlage- und Kreditseite weiter vorangetrieben. Über die EB-SIM hat die Evangelische Bank Windparkfinanzierungen bei institutionellen Investoren platziert. Sie ist auch dem  beigetreten.

Hier geht es zur EB-Klimastrategie.

Die EB unterstützt außerdem ihre Kund:innen in ihrem Transformationsprozess bezüglich der Herausforderungen des Klimawandels. Denn nur gemeinsam können die Ziele des Pariser Klimaabkommens erreicht werden.

Mit der Klimastrategie werden wir Klimaneutralität gemäß dem Pariser Klimaabkommen in den wesentlichen Geschäftsfeldern der Bank durch eine kontinuierliche Transformation erreichen. Die Klimastrategie gilt für die gesamte EB-Gruppe und prägt mit vier konkreten Zielen unsere Geschäftsaktivitäten:

1

Aktive Unterstützung des in Wirtschaft und Gesellschaft notwendigen Transformations­prozesses

Erweiterung des klimabezogenen Produkt- und Dienstleitungs­spektrums

Ziele der Klimastrategie der Evangelischen Bank
3

Integration von Klima- und Umweltrisiken in das Risikomanagement

Schrittweise Reduzierung der Treibhausgas-
emissionen der EB-Gruppe

Um diese Ziele zu erreichen hat die Evangelische Bank ein Klimaprogramm entwickelt, das konkrete Maßnahmen in den fünf Handlungsfeldern Betriebsökologie, Finanzierungen, Kapitalanlage, Risikomanagement und Kommunikation umfasst. Dazu gehören zum Beispiel ein regelmäßiges TCFD Reporting, die Integration von Klimarisiken in das Risikomanagement, die Integration von Klimakriterien in den Anlage- und Kreditprozess und die Entwicklung von Produkten zur Lenkung von Finanzströmen unter anderem in erneuerbare Energien und Impact Produkte.

Geld hat Macht. Wir setzen es nachhaltig ein.

Klare Anlagerichtlinien regeln bei der Evangelischen Bank auch den nachhaltigen Umgang mit dem ihr anvertrauten Geld. Klare Anlagerichtlinien sind in der Finanzbranche gang und gäbe. Allerdings beschränken sie sich meist auf die Sicherheit der Kapitalanlagen unter finanzwirtschaftlichen Gesichtspunkten und nicht unter nachhaltigen. Die Anlagerichtlinien und Kreditvergabegrundsätze der EB beinhalten darüber hinaus auch klare Nachhaltigkeitskriterien. Für die Evangelische Bank ist das Bekenntnis zu einem christlichen Werteverständnis und zur Bewahrung der Schöpfung gelebte Überzeugung. Und diese Überzeugung bedingt eine zukunftssichernde Strategie. Nachhaltige Kapitalanlagen generieren langfristig bessere und zugleich stabilere Renditen – das belegen internationale Studien. Mehr noch: Auch unter Risikoaspekten stellen sie eine bessere Wahl als traditionell gemanagte Assets dar.

Im Jahr 2022 hat die EB 906,48 Mio. Euro an neuen Krediten im institutionellen Kundengeschäft zugesagt

Die Evangelische Bank ist sich der Wirkung eines nachhaltigen Finanzwesens  im Klaren. Deshalb unterstützt sie etwa im Kreditgeschäft insbesondere die Gesundheits- und Sozialwirtschaft sowie Kirche und Diakonie und lenkt so Kapital in Branchen, die für die Gesellschaft eine essenzielle Bedeutung haben. Allein im Jahr 2022 sind so 906,48 Mio. Euro an neuen Krediten in die unterschiedlichen Sektoren zugesagt worden – unser ganz konkreter Einsatz für eine nachhaltig lebenswerte Gesellschaft.

Sustainable Finance – wo die EB steht

Sustainable Finance steht für die EB weit oben und zieht sich wie ein roter Faden durch all ihre Geschäftsbereiche. Nachhaltigkeitsaspekte wie die Messung des CO2-Fußabdrucks von Anlage- und Kreditportfolios werden in Entscheidungen im Finanzierungs- und Anlagegeschäft miteinbezogen. So leistet die EB einen Beitrag zur Lenkung von Kapitalströmen zur nachhaltigen Entwicklung. Sie entscheidet ganz bewusst, wohin das uns anvertraute Geld unserer Kund:innen fließt, nämlich in grüne Finanzierungen sowie nachhaltige Produkte und Unternehmen bzw. Bereiche. Beispielhaft stehen dafür die Produkte der EB-SIM, wie z. B. der EB-Öko-Aktienfonds.

Auch im Investmentprozess der Bank findet neben der klassischen Finanzanalyse ein Nachhaltigkeitsfilter Anwendung. In der Praxis werden Unternehmen und Staaten, die gegen Ausschlusskriterien wie etwa Kinderarbeit, Pornografie, Rüstung oder Todesstrafe verstoßen, aus dem Anlageuniversum ausgeschlossen. Mittlerweile erfüllen schon rund 99,66 Prozent unserer Eigenanlagen die strengen Nachhaltigkeitsanforderungen der EB.

Integration der SDGs

Die Evangelische Bank handelt auch in der Eigenanlage verantwortungsvoll für Umwelt und Gesellschaft. Die nun erfolgte Integration der SDGs in die Investmentprozesse ist der nächste logische Schritt. Somit darf künftig nicht mehr in Unternehmen investiert werden, wenn diese eine stark negative Wirkung auf die SDGs in Verbindung mit einer unterdurchschnittlichen Nachhaltigkeitsleistung (Rating) aufweisen. Darüber hinaus hinaus wurde auch der Impact Filter der EB-SIM weiterentwickelt.

Unterschiede in den Geschäftsbereichen

In der Kapitalanlage sind wir schon weiter als im Finanzierungsgeschäft. Im erstgenannten Bereich können wir bereits auf umfangreiche Nachhaltigkeitsdaten der kapitalmarktorientierten Unternehmen zurückgreifen. Diese werden uns von den Nachhaltigkeitsratingagenturen MSCI ESG Research und ISS ESG zur Verfügung gestellt. Diese Daten fließen direkt in unser neu entwickeltes ESG-Reporting ein, sodass unsere Kund:innen eine hohe Transparenz bei den wichtigsten nachhaltigkeitsbezogenen Themenkomplexen haben. Wesentliche Fragestellungen, die das ESG-Reporting adressiert, sind: Welche Chancen und Risiken ergeben sich für mein Portfolio aus der Nachhaltigkeit der Einzeltitel? In welche Kontroversen sind die Unternehmen oder Staaten verstrickt, in die ich investiert bin? Welche Auswirkungen auf das Klima haben meine Investments? Welchen Beitrag leiste ich zur Erfüllung der SDGs? Für unsere Publikumsfonds gibt es das Reporting in zwei Formen: Zum einen gibt es einen sehr detaillierten Report, der quartalsweise aktualisiert wird. Zum anderen gibt es ein (ESG-)Factsheet, dass täglich aktualisiert wird und öffentlich zugänglich ist.

Ansprechpartner auch zu regulatorischen Fragen

Gleichzeitig behalten wir als nachhaltige Bank die regulatorischen Veränderungen im Blick. Sei es, dass höhere energetische Anforderungen für Neubauten gestellt werden oder neue finanzielle Aufwendungen, die durch einen CO2-Preis entstehen könnten, berücksichtigt werden müssen. Viele dieser Fragestellungen können heute noch nicht abschließend beantwortet werden. Aber sie zeigen deutlich, dass wir als Bank mit unseren Kund:innen zusammen diese Fragen besprechen, konstruktiv diskutieren und gemeinsam Lösungsansätze finden müssen.

Wir sind sicher, jede:r unserer aktuellen und zukünftigen Kund:innen wird unterschiedlich von einer Transformation zu einer CO2-ärmeren und nachhaltigen Entwicklung unserer Wirtschaft und Gesellschaft betroffen sein. Aus diesem Grund werden wir als kompetente Partnerin unsere Kund:innen in diesem Prozess begleiten.