Nachhaltigkeit
geht nur gemeinsam

Nachhaltigkeit ist für uns ein Veränderungs-, Entwicklungs- und Lernprozess. Dabei ist nichts in Stein gemeißelt. Zumal wir als EB nicht nur regulatorischen Anforderungen entsprechen, sondern als nachhaltige Bank gemeinsam mit unseren Kund:innen eine nachhaltig lebenswerte Gesellschaft gestalten und dabei Vorreiter sein möchten.

Wir betrachten Nachhaltigkeit im Dialog mit unseren Stakeholder:innen

Nachhaltigkeit ist eine komplexe Angelegenheit und Herausforderung. Deshalb entscheiden auch wir über unsere strategischen Ziele und Maßnahmen in den Nachhaltigkeitsgrundsätzen nicht allein am grünen Tisch. Wir suchen den Austausch und die Auseinandersetzung mit allen wichtigen Stakeholder:innen – unseren Mitarbeiter:innen, der Finanzwirtschaft, Verbänden, NGOs sowie unseren Kund:innen in Kirche, Diakonie, Gesundheits- und Sozialwirtschaft. Ihre Erfahrungen, ihr Wissen, ihre Interessen sowie ihre Denk- und Sichtweise haben Einfluss auf unser Nachhaltigkeitsengagement.

Eine wichtige Rolle spielt dabei unser Nachhaltigkeitsbeirat, der den fachlichen Austausch zwischen namhaften Expert:innen aus Diakonie, Nichtregierungsorganisationen, Politik und Wissenschaft mit Führungskräften der Bank fördert. Damit bauen wir unsere interne Expertise durch externe aus und schaffen lebhafte, themenspezifische Austauschplattformen. Darüber hinaus entsteht ein Überblick über Branchentrends, die wir im Netzwerk bearbeiten.

Der Nachhaltigkeitsbeirat steht der EB-Gruppe beratend zur Seite. Inhaltlich geht es um die Weiterentwicklung der nachhaltigen strategischen Ziele und Maßnahmen in den Nachhaltigkeitsgrundsätzen und die Nachhaltigkeitsorganisation ebenso wie um Nachhaltigkeit in allen Anlageformen der EB-Gruppe.

Der Nachhaltigkeitsbeirat ist mit sieben namhaften externen Persönlichkeiten  aus den Bereichen NGO, Diakonie, Politik und Wissenschaft besetzt, die für 3 Jahre berufen wurden:

  • Dr. Karin Bassler: Pfarrerin der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, Geschäftsführerin des Arbeitskreises Kirchlicher Investoren
  • Rainer Freyer: Geschäftsführer Dienste für Menschen gGmbH
  • Rolf D. Häßler: Geschäftsführender Gesellschafter NKI – Institut für nachhaltige Kapitalanlagen GmbH
  • Prof. Dr. Guido Pfeifer: Geschäftsführer ADG Business School an der Steinbeis Hochschule
  • Yvonne Zwick: Vorsitzende des Vorstands Bundesdeutscher Arbeitskreis für umweltbewusstes Management (B.A.U.M) e. V.
  • Christine Scheel: frühere Bundestags-Abgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen
  • Prof. Dr. Wilhelm Schmid: freier Philosoph

Insgesamt 4 Fachbeiräte

Unsere Beiratssprecher

Neben dem Gremium für Nachhaltigkeit hat die Evangelische Bank 2021 weitere drei Fachbeiräte ins Leben gerufen:

  • für Sozial- und Gesundheitswirtschaft,
  • für die EB-SIM (EB-Sustainable Investment Management GmbH)
  • und für Privatkunden.

Zusätzliche externe Expertise

Aufgabe der Fachbeiräte sind Selbstreflexion, Neuausrichtung und Weiterentwicklung. Gemeinsam wollen wir Lösungen finden für komplexe Herausforderungen wie z. B. Regulatorik, Nachhaltigkeit, Digitalisierung etc. Wir erhoffen uns einen intensiven fachlichen Input zu Themen und Trends, welche die EB-Gruppe und unsere Kunden bewegen. So können neue Entwicklungen der jeweiligen Bereiche frühzeitig erkannt und neue Impulse sowie Perspektiven aufgegriffen werden, um diese in die strategische Ausrichtung der EB einfließen zu lassen. Die Sitzungen der einzelnen Fachbeiräte finden zweimal jährlich statt. Dabei ist jährlich ein gemeinsamer fachübergreifender Austausch geplant.

Inhalte der Diskussionen in der Herbstsitzung waren u. a.:

  • Regulatorik und Anforderungen an Kund:innen in Kirche, Gesundheits- und Sozialwirtschaft
  • EU-Taxonomie
  • Wirkungsmessung (Impact)

Krankenhäuser, Altenheime und Behinderteneinrichtungen sind in der Regel sehr CO2-lastig. Mit der bevorstehenden EU-Taxonomie kommen damit enorme Herausforderungen auf die Gesundheits- und Sozialwirtschaft zu. „Unsere Kund:innen wünschen sich von uns eine Berechnung des CO2-Fußabdrucks und Unterstützung bei der Reduzierung“, so Robert Becker, EB-Direktor Vertrieb und stellv. Sprecher des Beirats Gesundheits- und Sozialwirtschaft.

Mitglieder Fachbeirat Gesundheits- und Sozialwirtschaft:

  • Dr. Robert Bachert, Diakonie Württemberg
  • Dr. Mathias Hartmann, Diakoneo – Körperschaft des öffentlichen Rechts
  • Andreas Mörsberger, Johannesstift Diakonie GAG
  • Bernhard Schneider, Evangelische Heimstiftung
  • Martin Seehase, Gruppe Norddeutsche Gesellschaft für Diakonie
  • Dr. Andreas Eckhoff, Evangelische Jugend- und Fürsorgewerk – ejf
  • Tobias Allkemper, Curacon GmbH

EB-SIM-Beirat:

Der Vorsitzende des EB-SIM-Fachbeirats, Klaus Bernshausen, Vorstand Evangelische Ruhegehaltskassen in Darmstadt, attestierte der EB-SIM im Rahmen der Fachtagung: „Die EB-SIM arbeitet auf Grundlage des EKD-Leitfadens für ethisch-nachhaltige Geldanlage in der evangelischen Bank. Sie ist sogar noch viel ambitionierter unterwegs. Sie hat eine sehr anspruchsvolle nachhaltige Ausrichtung, vor allem im Bereich Klima. Hier wird bei Anlagen klarer Impact erwartet.“

Mitglieder Fachbeirat EB-SIM:

  • Geschäftsführung der EB-SIM
  • Yvonne Zwick, Vorsitzende des Vorstands Bundesdeutscher Arbeitskreis für umweltbewusstes Management (B.A.U.M) e. V.
  • Klaus Bernshausen – s.o.
  • Thomas Pfeiffer, Geschäftsführer Norddeutsche Kirchliche Versorgungskasse
  • Hans-Dieter Kettwig, ehem. CEO der Enercon AG und Experte für Erneuerbare Energien
  • Dr. Christian Klein, Lehrstuhlinhaber Sustainable Finance Universität Kassel

Wie wollen wir als Evangelische Bank wahrgenommen werden? Mit dieser Fragestellung beschäftigt sich unter anderem der Fachbeirat Privatkunden.

Mitglieder des Fachbeirats Privatkunden:

  • Prof. Dr. Thorn Kring, Steinbeis-Transfer Institut für Ethik, Führung und Personalmanagement
  • Jörg Wesel, Geschäftsführer FONDSNET Holding GmbH
  • Jörn Engler, Unternehmensverbund Stiftung Diakoniewerk Kropp
  • Johannes Schuster, Pfarrer- und Pfarrerinnenverein in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern

Nachhaltiges Netzwerken

Auch im Jahr 2021 war die EB-Gruppe zum Austausch auf zahlreichen Veranstaltungen mit Bezug zur Sozialwirtschaft vertreten. So präsentierten sich EB Consult und Change Hub u.a. auf der 26. Sozialwirtschaftlichen Managementtagung in Villingen-Schwenningen und diskutierten zum Thema „Entstehung von Innovation – von Geistesblitzen und agilen Prozessen“. Ebenso war die EB-Gruppe auf der bedeutendsten Fach- und Kongressmesse der sozialen Szene, der ConSozial, in Nürnberg, vertreten. Ulrich Stülpnagel von der EB Consult hielt einen Vortrag über die Hürden und Potenziale der nicht-finanziellen Berichterstattung für die Sozialwirtschaft.

Start-Signal für die Social Impact Community

„Ohne sozial kein digital – mit dem Change Hub die Gesundheits- und Sozialwirtschaft der Zukunft gestalten“. So der Titel des Eröffnungsevents des Innovationslabs der EB Anfang Februar 2021 in Berlin. Die Digitalisierung in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft ist in vollem Gang und schreitet mit hoher Geschwindigkeit voran. Im Fokus muss aber auch künftig der Mensch stehen, denn digitale Angebote und Tools können persönliche Begegnungen schwer ersetzen. „Am Ende des Tages möchte Keiner von einem Roboter gepflegt werden“, betonte Trendforscher und Key Noter Tristan Horx gegenüber Teilnehmer:innen aus der Gesundheits- und Sozialwirtschaft.

Video zur Veranstaltung

Der Change Hub ist im Frühjahr 2021 dem SEND-Netzwerk beigetreten. SEND ist das Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland und der Player für soziale Startups. „Wir wollen in einer Gesellschaft leben, in der alle Menschen vom Fortschritt profitieren“, so das Credo des Verbandes.

LebensWert-Dialog

Die Gestaltung einer nachhaltig lebenswerten Gesellschaft gelingt nach unserer Überzeugung nur im Dialog und im Netzwerk. Denn alle Entwicklungen und Erfahrungen zeigen, dass die Herausforderungen, vor denen wir stehen, nur gemeinsam angegangen und gemeistert werden können. Aus diesem Grund hat die EB im Jahr 2022 den LebensWert-Dialog ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich um ca. einstündige Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen, die live aus unserem Berliner Change Hub gestreamt werden. Ergänzt wurde diese virtuelle Veranstaltungsreihe durch den LebensWert-Treff, bei dem im Herbst vergangenen Jahres im Change Hub rund 100 Entscheider:innen aus Kirche, Gesundheits- und Sozialwirtschaft mit Expert:innen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammenkamen. Ziel dieser beiden neuen Dialogformate ist es, verschiedene Aspekte nachhaltigen Wirtschaftens gemeinsam mit unseren Kund:innen zu erörtern und zu diskutieren.

Fair Finance Week

Im November 2022 fand die Fair Finance Week in Frankfurt statt. An fünf Abenden wurden Themen zur Rolle der Banken für mehr Nachhaltigkeit diskutiert. Gastgeber war das Fair Finance Network Frankfurt, zu dem auch die EB gehört. Die EB organisierte ein Panel zum Thema „Soziale Taxonomie – es gilt Farbe zu bekennen!“. Zu den Referent:innen zählten namhafte Expert:innen wie Prof. Dr. Gabriele Moos, Vorsitzende des Vorstandes der Deutschen Gesellschaft für Management und Controlling in der Sozialwirtschaft e.V., Ulrike Lohr, Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Südwind e.V., sowie Markus Duscha, Gründer und Geschäftsführer des Fair Finance Instituts in Heidelberg und Mitglied im Sustainable Finance-Beirat der Bundesregierung.

Workshop “Kultureller Wandel”

Zu einem Workshop zum Thema „Agile Führung und Zusammenarbeit” in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) sind 2022 im Berliner Change Hub Bischöfin Frau Dr. Hofmann und ihr Team der Stellvertretungen und Dezernatsleitungen zusammengekommen. Die Konzeption und Moderation des Workshops wurden von der Change Unit der Evangelischen Bank in enger Zusammenarbeit mit dem Change Hub-Team durchgeführt. Mit Hilfe unterschiedlicher Methoden wurden gemeinsam die folgenden Fragestellungen erarbeitet: „Wie viel Agilität wird in welchem Bereich der EKKW benötigt?“, „Wie sieht der neue Führungsauftrag aus?“ und „Welche (neue) Haltung wird dafür benötigt?“. Eine der zentralen Antworten lautete, dass es stets besonders wichtig ist, durch ermutigende Führung das kreative und selbstständige Denken und Handeln der Mitarbeitenden anzuregen und diese mit in Entscheidungsprozesse einzubinden.