GRI 414 Soziale Bewertung der Dienstleister und Lieferanten

GRI 103 Managementansatz

Für die EB-Gruppe ist Nachhaltigkeit nicht allein auf das unmittelbare eigene Handeln beschränkt. Gerade im Sinne eines aktiven Engagements ist es aus Sicht der EB-Gruppe wichtig, in der gesamten Wertschöpfungskette für nachhaltiges Wirtschaften einzutreten. Deshalb bezieht die EB auch Maßnahmen bezüglich ihrer Dienstleister, Lieferanten und andere Geschäftspartner in ihr Nachhaltigkeitsprogramm mit ein.

Im Dienstleisterkodex (vgl. GRI 102-9) sind konkrete Anforderungen und Standards festgeschrieben, die als Grundlage der jeweiligen Geschäftsbeziehung dienen. Neben der Einhaltung der geltenden Gesetze und Vorschriften, erwartet die EB von ihren Dienstleistern und Lieferanten, dass sie ihrer Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeiter:innen gerecht werden.

Im Rahmen des Dienstleisterkodexes erwartet die Bank von ihren Dienstleistern, dass die Menschenrechte beachtet werden indem klar definierte Mindeststandards umgesetzt sein müssen. Dazu zählt unter anderem, dass die Dienstleister keine Zwangsarbeit einsetzen und keine Kinder unter 15 Jahren beschäftigen dürfen. Auch ist von den Dienstleistern die Gesundheit und Sicherheit ihrer Mitarbeiter:innen am Arbeitsplatz sicherzustellen. Des Weiteren ist jeder Dienstleister dazu angehalten, seine Mitarbeiter:innen mit Würde, Respekt und Integrität zu behandeln. Ebenso sollen Löhne und Sozialleistungen für alle Mitarbeiter:innen mindestens den geltenden Gesetzen oder Standards entsprechen. Ergänzend zu den sozialen Komponenten des Dienstleisterkodex sollen die Dienstleister auch ihre ökologische Verantwortung beachten und sind zur geschäftlichen Integrität verpflichtet. Dazu zählen u.a. die Einhaltung von Standards und Vorschriften zur Vermeidung von Korruption, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung.

GRI 414-1 Neue Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien bewertet wurden

Gegenüber dem Vorjahresbericht ist für den Bericht 2020 keine Aktualisierung der Prozentangabe, wie viele Dienstleister den Dienstleisterkodex anerkannt haben, möglich. Innerhalb der EB wird der Umgang mit den Anforderungen an ihre Dienstleister weiter professionalisiert und zunehmend digitalisiert. Mit dem neuen im Aufbau befindlichen System soll das Vertrags- und Dienstleistermanagement so organisiert werden, dass jederzeit schnellere und aussagekräftige Auswertungen ermöglicht werden. Seit Ende 2020 wird das neue System sukzessive implementiert. Der für das Vertrags- und Dienstleistungsmanagement benötigte Teil des Tools soll Ende 2021 vollständig implementiert und eingerichtet sein, sodass die EB zukünftig wieder aussagekräftigere Abgaben zum Dienstleisterkodex berichten kann.

Die Zielsetzung der EB, die Akzeptanzquote für den Dienstleisterkodex sowie die Datengrundlage bei den Tochtergesellschaften der EB weiter zu verbessern, bleibt weiter bestehen.

Erste wesentliche Schritte sind durch die Tochtergesellschaft HKD unternommen worden. Die HKD hat im Februar 2021 alle Lieferanten angeschrieben und um die Anerkennung des Dienstleisterkodexes sowie um die Unterzeichnung der Integritätserklärung gebeten. Bislang müssen bereits alle Dienstleister, die ihre Produkte über den Kirchenshop der HKD anbieten möchten, auch verschiedene nachhaltigkeitsbezogene Faktoren gegenüber der HKD offenlegen. Dazu gehören zum Beispiel Angaben, ob EMAS als Umweltmanagementsystem eingesetzt wird oder ob fair gehandelte Produkte angeboten werden. Diese Angaben werden anschließend von der HKD bewertet und bei der Auswahl der Geschäftspartner berücksichtigt. Es ist weiter geplant, dass die HKD den Dienstleisterkodex in ihren Onboarding-Prozess für Dienstleister integriert.

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