GRI 302 – Energie

Gesundheit und Wohlergehen
Bezahlbare und saubere Energie
Nachhaltiger Konsum und Produktion

GRI 103 Managementansatz

Die Nutzung und damit einhergehend der Verbrauch von Strom und Wärmeenergie ist unerlässlich für den Geschäftsbetrieb der Evangelischen Bank und ihrer Tochtergesellschaften. Für die Ausübung der Geschäftsprozesse gehören derartige Verbräuche zum Alltag. Doch die EB ist sich ihrer ökologischen und ökonomischen Verantwortung bewusst und schont – wo immer es möglich ist – die Ressourcen.

An nahezu allen Standorten wird Strom aus regenerativen Quellen bezogen. Der Allgemeinstrom in den Mietobjekten wird überwiegend von den Vermietern geliefert und besteht meist aus Graustrom. Je nach Versorger wird ein unterschiedlicher Energiemix angeboten. Die EB prüft regelmäßig, ob und wie auf die Vermieter Einfluss genommen werden kann, um den Anteil an regenerativer Energie zu erhöhen.

Der Gesamtenergieverbrauch der EB und ihrer Tochtergesellschaften entsteht einerseits durch den Heiz- und Stromverbrauch an den beiden Hauptstandorten sowie in den Niederlassungen und andererseits durch so genannte mobilitätsbezogene Verbräuche, die mit der Pkw-, Flugzeug- und Bahnnutzung verbunden sind. Es ist das Ziel, durch konkrete Maßnahmen weitere Energieeinsparungen zu erreichen.

Zu den Maßnahmen zur Reduktion des Energieverbrauches zählen unter anderem

  • die Verringerung der Anzahl der betriebenen Niederlassungen,
  • Nutzung von hybriden Arbeitsweisen (mobiles Arbeiten),
  • die Verkleinerung der Räumlichkeiten der Niederlassungen (Umzüge),
  • der Neubau des Hauptstandortes Kassel (vgl. Kapitel 3.9).

Entsprechend ihrer Erwartungen und Ziele hat die EB die Zertifizierung ihres Neubaus nach dem DGNB Gold Standard erreicht. Diese Zertifizierung durch die DGNB (Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen e.V.) ist am 18.03.2021 ausgestellt worden.

Des Weiteren nahm die EB Veränderungen in ihrem Fuhrparkkonzept vor. Beginnend im Jahr 2019 wurden sukzessive diverse Hybridfahrzeuge und 2020 auch Elektro-Pkw dem Bestand zugeführt. Diese ersetzten Diesel- bzw. Benzinmodelle. Die bisherigen Erfahrungen mit Hybrid- und Elektrofahrzeugen haben dazu geführt, dass seit Ende 2020 weitere Anpassungen im Fuhrparkkonzept vorgenommen wurden. Außerdem entwickelt die Bank derzeit ein neues Fuhrpark- und Mobilitätskonzept, um durch die Verringerung des Fuhrparkbestandes insbesondere die CO2-Emissionen zu reduzieren.

Die Photovoltaikanlage (PV-Anlage) der Zentrale in Kassel wurde aufgrund des Umbaus Ende 2017 abgebaut und eingelagert. Aufgrund der technischen Gegebenheiten im Neubau konnte sie – entgegen der ursprünglichen Planungen – nicht unmittelbar wieder in Betrieb genommen werden. Sie wird Anfang 2022 durch eine neue PV-Anlage ersetzt, deren Stromproduktion ausschließlich zum direkten Verbrauch im neuen Gebäudekomplex eingesetzt werden soll.

Auf dem Gebäudedach der Liegenschaft Garde-du-Corps-Straße 7 unterhält die Tochtergesellschaft EB-Real Estate ebenfalls eine eigene Photovoltaikanlage. Diese PV-Anlage versorgte 2020 die von der EB und ihren Tochtergesellschaften gemieteten Flächen des Gebäudes direkt mit Solarstrom.

Die folgende Tabelle zeigt die Energieverbräuche entsprechend der Anforderungen der GRI 302-1 und 302-3 für die EB-Gruppe sowie jeweils einzeln für die EB und die wirtschaftlich wichtigsten Tochtergesellschaften, EB-SIM und HKD, auf.

GRI 301-1 und GRI 302-2 Energieverbrauch innerhalb und außerhalb der Organisation

Energieverbrauch innerhalb und außerhalb der Organisation


(GRI 302-1 und -2)


EB-Gruppe


Evangelische Bank


EB-SIM


HKD


Den gesamtenBrennstoffverbrauch innerhalb (und außerhalb) der Organisation aus nichterneuerbaren Quellen in Joule oder Vielfachen von Joule


6.372 GJ


5.175,9 GJ


311,6 GJ


547,8 GJ


Brennstoffarten aus nicht erneuerbaren Quellen.


Der Wert setzt sich aus den folgenden Energiequellen zusammen:
1. Wärmeerzeugung: Fernwärme, Erdgas, Erdöl
2. Mobilitätsenergie: Benzin, Diesel (Pkw, Bus), Erdgas, Bahnenergie aus Nahverkehr (nicht erneuerbare Energie, i.d.R. Diesel)
3. Strom aus nicht erneuerbaren Energiequellen (i.d.R. der Allgemeinstrom bei gemieteten Objekten)

Weitere Energiequellen wurden nicht erfasst.


Den gesamten Brennstoffverbrauch1 innerhalb (und außerhalb) der Organisation aus erneuerbaren Quellen in Joule oder Vielfachen von Joule.


3.697,9 GJ


3.384,6 GJ


48,9 GJ


77,7 GJ


Kraftstoffarten1 aus erneuerbaren Quellen.



1 Unter erneuerbaren Brennstoffen und Kraftstoffen sind alle Energiequellen aus erneuerbaren Energien zu verstehen.

Dieser Wert setzt sich aus den folgenden Energiequellen zusammen:
1. Strom aus erneuerbaren Energiequellen
2. Fernwärme aus nicht fossilen/erneuerbaren Energiequellen (Biogas, Biomasse)
3. Bahnenergie aus erneuerbaren Quellen


Bei den bislang erhaltenen Daten der Fernwärmeerzeuger haben nur einige Versorger (z.B. Vattenfall für Berlin) den Anteil der genutzten Energieträger, insb. erneuerbare Energieträger, für die Erzeugung der Fernwärmeenergie öffentlich beziffert.


Gesamter Stromverbrauch


2.943,1 GJ


2.733,6 GJ


24,1 GJ


64,0 GJ


Gesamter Wärmeenergieverbrauch


2.646,6 GJ


2.392,6 GJ


56,4 GJ


76,0 GJ


Gesamter Kühlenergieverbrauch


0 GJ


0 GJ


0 GJ


0 GJ


Gesamter Dampfverbrauch


0 GJ


0 GJ


0 GJ


0 GJ


Gesamter verkaufter Strom


97,2 GJ


0 GJ


0 GJ


0 GJ


Gesamte verkaufte Wärmeenergie


0 GJ


0 GJ


0 GJ


0 GJ


Gesamte verkaufte Kühlenergie


0 GJ


0 GJ


0 GJ


0 GJ


Gesamter verkaufter Dampf


0 GJ


0 GJ


0 GJ


0 GJ


Den gesamten Energieverbrauch (Strom + Wärme) innerhalb und außerhalb der Organisation in Joule oder Vielfachen von Joule


5.589,7 GJ


5.126,2 GJ


80,5 GJ


140,0 GJ


Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.


Aktuell wurde noch keine Trennung der Energieverbräuche aus internen und externen Quellen vorgenommen.


Grundsätzlich werden die vom jeweiligen Vermieter oder direkt vom Versorger abgerechneten Energiemengen verwendet. Sofern verfügbar wurden die von den Versorgern ausgewiesenen Anteile an erneuerbaren Energiequellen in die Berechnungen einbezogen.


Die EB hat ihren Strom im Jahr 2020 für die Zentrale in Kassel, die Hauptstelle in Kiel und die meisten Standorte direkt von der HKD als HKD-GrünStrom (100 % regenerative Energien) bezogen. In Hamburg und Berlin wurden die Niederlassungen über die Vermieter ebenfalls mit HKD-GrünStrom versorgt (vgl. Kapitel 3, unter GRI 102-2). Die Tochtergesellschaften, HKD, EB Consult, EB-RE sowie EB-SIM in Kassel, bezogen ebenfalls HKD-GrünStrom. Der Standort der EB-SIM in Köln bezog ebenso wie das Change Hub in Berlin und der EB Standort Rummelsberg den Strom über den jeweiligen Vermieter. Sie erhielten somit den Strommix der lokalen Versorger. Die EB-KS bezog den Öko-Strom vomAnbieter ExtraStrom.


Zudemberechneten die Vermieter an den verschiedenen Standorten Allgemeinstrom in Form einer Umlage auf m²-Basis. An denmeisten Standorten setzen die Vermieter vor allem Graustrom ein. Entsprechend der Stromkennzeichnung des jeweiligen Versorgers sind die Allgemeinstrommengen mit den jeweils gültigen
Anteilen an erneuerbaren Energien ermittelt worden.



Für einige Standorte lagen zum Berichtszeitpunkt keine Nebenkostenabrechnungen bzw. Verbrauchsmengenangaben für Allgemeinstrom vor: Das betraf die Niederlassungen in Schwerin, Hamburg und Berlin-Georgenkirchstraße. Die Niederlassung in
der Georgenkirchstraße wird ausschließlich durch den
Vermieter versorgt. Um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten, wurde für diese Standorte der Mittelwert der beiden vorangegangenen Jahre eingesetzt.


An den meisten Standorten der EB erfolgt die Wärmeversorgung über Fern- oder Nahwärme. 2020 kam in Eisenach weiterhin Erdgas zum Einsatz.


Der Anteil an erneuerbaren Energiequellen in der Wärmeproduktion wird meist nicht von allen Versorgern direkt ausgewiesen. Aufgrund der verfügbaren Informationen wurden biogene Energiequellen und Abfall als erneuerbare Energiequellen gewertet (z. B. in Kassel).



Für die folgenden Standorte waren zum Zeitpunkt der
Berichtserstellung noch keine abgerechneten Wärmeverbrauchswerte verfügbar: Berlin-Georgenkirchstraße, Hamburg, Schwerin Dreescher Markt, Hannover Ernst-August-Platz, Frankfurt, Speyer, Stuttgart und München. Daher haben wir für
diese Standorte die Durchschnittsverbräuche der beiden Vorjahre angesetzt. Für den Change Hub in Berlin stehen keine Werte zur Verfügung, da die Gesellschaft Büros und Veranstaltungsräume in einer durch viele kleine Einheiten gemeinschaftlich genutzten Fläche nutzt.


Quelle der verwendeten Umrechnungsfaktoren.


DieVerbrauchswerte wurden in kWh oder einem Vielfachen angegeben.Auf eine Umrechnung in Joule (1 MWh = 3,6 GJ) ist an dieser
Stelle aus Vereinfachungsgründen verzichtet worden.



Darüber hinaus beruhen die Energieangaben auf den Verbrauchsmengen aus den jeweiligen Nebenkostenabrechnungen, auf Zählerständen der genutzten Immobilien oder auf Durchschnittswerten der letzten beiden vorangegangenen Jahre.



Die Angaben zu Anteilen an erneuerbarer Energie stammen von den Versorgern selbst bzw. von der Deutschen Bahn AG.


 


Die Umrechnungsfaktoren für Treibstoffe beruhen auf folgenden Wikipedia-Angaben:


TreibstoffBrennwert (kWh/Liter bzw. kg Gas)Quelle
Benzin9,7https://de.wikipedia.org/wiki/Motorenbenzin
Diesel10,4https://de.wikipedia.org/wiki/Dieselkraftstoff
Erdgas12,8https://de.wikipedia.org/wiki/Erdgas

Der Heizwert für H-Gas ist gemäß der Kraftstoffnorm
für Erdgas (DIN 51624) ausgewiesen.



Die Treibstoffverbräuche der Fuhrpark-Pkws werden über
Tankkarten erfasst. Sofern die Angaben verfügbar waren, sind die Verbräuche der genutzten Mietfahrzeuge getrennt nach Diesel und Benzin einbezogen. Es wurden die fahrzeugspezifischen Durchschnittsverbräuche der 2020 zugelassenen Fahrzeuge gem.
der Tabelle des Kraftfahrtbundesamtes genutzt. (https://www.kba.de/SharedDocs/Downloads/Statistik/Fahrzeuge/FZ/2020/fz14_2020_pdf.pdf?__blob=publicationFile&v=3).



Für die dienstlich eingesetzten Privat-Pkw lagen keine näheren Angaben bzgl. der Verbräuche und Motorklassen vor. Diese Energiewerte sind folglich nicht in den Berechnungen enthalten.


Bei der Angabe betreffend Kerosin wird auf einen Wert des Umweltbundesamtes zurückgegriffen (1,58 MJ/Personen-Kilometer bzw. 0,4389 kWh/Pkm; https://www.probas.umweltbundesamt.de/php/prozessdetails.php?id={222ABFA6-C540-5666-EF68-2000E8259C6F}) und mit den Personenkilometern (Pkm) der durch Bankmitarbeiter:innen genutzten Flugstrecken multipliziert.


Vermeidung der doppelten Erfassung des Brennstoffverbrauchs bei der Offenlegung des Verbrauchs selbst erzeugter Energie (nur einmalige Erfassung des erzeugten und verbrauchten Stroms einer Organisation aus nicht erneuerbaren oder erneuerbaren Brennstoffquellen unter dem Brennstoffverbrauch).


Die EB hat auch 2020 aufgrund des Umbaus der Zentrale keine PV-Anlage
betrieben. Es war geplant, die eingelagerte Anlage auf dem runderneuerten Gebäude der EB-Zentrale wieder in Betrieb zunehmen. Dies ließ sich jedoch technisch nicht sinnvoll umsetzen. Daher wird ab Anfang 2022 eine neue PV-Anlage zur Unterstützung der Stromverbräuche insbesondere durch die Lüftungsanlagen installiert.



Die Tochtergesellschaft, EB-Real Estate betreibt eine PV-Anlage auf der Liegenschaft Garde-du-Corps-Straße 7 in Kassel. Dieser Strom wurde zum Teil anteilig direkt von den Mietern der 5. Etage und damit auch der EB und der EB Consult verbraucht. Das wird bei der Berechnung der Stromverbräuche entsprechend berücksichtigt. Alle anderen Gesellschaften der EB-Gruppe betreiben keine eigenen PV-Anlagen.



Weitere Energiemengen werden seitens der EB und ihrer Tochtergesellschaften nicht direkt produziert.



Die EB ist am „EB Erneuerbare Energien Fonds Europa“, der von der EB-SIM aufgebaut wurde, beteiligt. Dieser Fonds ist in Produktionsanlagen für erneuerbare Energien investiert (Beteiligungen an vier Windparks und einem Solarpark). Der EB-Anteil an dem durch diese Anlagen produzierten Strom entsprach 2020 insgesamt 14.764,8 MWh. Die Menge an CO2-Äquivalenten, die dadurch im Vergleich zum deutschen und französischen Strommix eingespart wurde, belief sich 2020 somit auf 575,9 t CO2e.


Angabe des Brennstoffverbrauchs getrennt für nicht erneuerbare und erneuerbare Brennstoffquellen


Für die Berechnung des Brennstoffverbrauchs aus erneuerbaren Energien (EB-Gruppe: 


1.027,2 MWh / EB: 940,2 MWh / EB-SIM: 13,6 MWh / HKD: 21,6 MWh) werden die Strom- (814.601,74 kWh / 757.596,81 kWh / 5.518,19 kWh / 17.775,8 kWh) und Fernwärmemengen (176.171,0 kWh / 146.708,48 kWh / 8.065,08 kWh / 3.799,44 kWh) aus erneuerbaren Energiequellen sowie die von der Bahn ausgewiesenen Energiemengen aus erneuerbaren Quellen (EB-Gruppe: 36,42 MWh / EB: 35,85 MWh) herangezogen.



Bei der Berechnung des Brennstoffverbrauchs aus nicht erneuerbaren Energiequellen (EB-Gruppe: 1.770,0 MWh / EB: 1.437,7 MWh / EB-SIM: 86,6 MWh / HKD: 152,2 MWh) kommen die Strom- (2,92 MWh / 1,74 MWh / 1,18 MWh / 0 MWh) und Fernwärmemengen (528,15 MWh / 487,06 MWh / 7,6 MWh / 17,31 MWh), die Verbräuche von Erdgas (30,85 MWh / 30,85 MWh / 0 MWh / 0 MWh) sowie Öl (0 MWh0 MWh / 0 MWh / 0 MWh) und die Brennstoffverbräuche (Benzin, Diesel und Erdgas) der Dienstfahrzeuge (1.136,77 MWh881,06 MWh / 75,21 MWh / 105,14 MWh) und der Miet-Pkw’s (70,0 MWh35,72 MWh / 2,56 MWh / 29,71 MWh) zum Ansatz. Ferner werden die Energieäquivalente der Bus-Diesel (jeweils 0 MWh) und Kerosinverbräuche (1,32 MWh / 1,32 MWh0 MWh / 0 MWh) hinzugezählt.



Seit 2017 wird an keinem Standort der EB-Gruppe Erdöl als Energiequelle genutzt.


Angabe des Energieverbrauchs nur für Entitäten, die sich im Besitz oder unter der direkten Kontrolle der Organisation befinden.


Die EB hat die Zentrale in Kassel und die Hauptstelle in Kiel unter ihrer direkten Kontrolle.



Während der Umbauarbeiten wurden keine Energieverbräuche für die Zentrale erfasst. Die Hauptstelle in Kiel weist insgesamt 524.971 kWh Strom- und Heizungsenergie auf.



Die Liegenschaften Garde-du-Corps-Straße 7 und Kohlenstraße in Kassel befinden sich im Eigentum der Tochtergesellschaft, EB-Real Estate.



Die EB sowie die in Kassel ansässigen Tochtergesellschaften nutzen jeweils nur Teilflächen in der Garde-du-Corps-Straße, für die insgesamt 367,61 MWh (75.721,71 kWh+204.631 kWh+46.164 kWh+15.884,41 kWh+5.439,86 kWh+19.765,88 kWh) verbraucht worden sind.



In der Kohlenstraße wurde 2020 Strom in der Menge von 343.656 kWh eingesetzt. Dieses Gebäude wird mit Strom geheizt. Eine Aufteilung zwischen Strom zum Heizen und sonstigem Stromverbrauch ist mangels separater Zähler nicht möglich.


Gesamtenergieverbrauch innerhalb der Organisation entsprechend der in GRI 302-1 ausgewiesenen Formel in Joule oder einem Vielfachen von Joule


9.817,9 GJ / 2.727,2 MWh


8.431,9 GJ / 2.342,2 MWh


351,3 GJ / 97,6 MWh


518,5 GJ / 144,0 MWh


GRI 302-2 Energieverbrauch außerhalb der Organisation

Für die bis Ende 2018 vorliegenden Daten hat die Evangelische Bank begonnen, auch Scope 3-Daten und dabei insbesondere Scope 3.15-Daten zu berücksichtigen. Diese erste Ermittlung war jedoch noch von erheblichen Unsicherheiten und groben Annahmen geprägt, so dass lediglich Näherungswerte ermittelt werden konnten. Nähere Informationen dazu befinden sich im Abschnitt zu GRI 305.

GRI 302-3 Energieintensität

Energieintensität GRI 302-3
EB-GruppeEvangelische Bank
EB-SIM
HKD

Energieintensitätsquotient der Organisation.


18,03 GJ/VZÄ /


5,01 MWh/VZÄ


20,6 GJ/VZÄ /


5,72 MWh/VZÄ


9,0 GJ/VZÄ /


2,50 MWh/VZÄ


16,58 GJ/VZÄ /


4,61 MWh/VZÄ


Angabe des organisationsspezifschen Parameters (den Nenner), der zur Berechnung des Quotienten verwendet wurde.


Die Intensitätsquote Gesamtenergieverbrauch (inkl. unternehmenseigene Mobilität) je Vollzeitstelle bezieht sich auf die Anzahl Vollzeitäquivalente (Vollzeitstellen). Nicht einbezogen sind die Energieverbräuche durch den individuellen Pendelverkehr der Mitarbeiter:innen, die nicht durch Dienstfahrzeuge verursacht wurden. Die Energieverbräuche und die Nutzungsintensität der Ressourcen werden im Wesentlichen durch die Anzahl der Mitarbeiter:innen bestimmt.


Die in den Intensitätsquotienten einbezogenen Energiearten: Treibstoff, elektrischer Strom, Heizung, Kühlung, Dampf oder alle.


Einberechnet sind alle Energieverbräuche der EB und ihrer Tochtergesellschaften, d. h. Verbräuche durch Strom (aus erneuerbaren und nicht erneuerbaren Quellen), Heizung (Erdgas, Fernwärme) und durch die bankeigene Mobilität. Dazu zählen Diesel, Erdgas und Benzin der Dienst-, Miet- und Privat-Pkw (aufgrund von Dienstreisen) und Busreisen sowie die von der Bahn eingesetzten erneuerbaren und nicht erneuerbaren Energiequellen (Strom und Diesel). Außerdem sind die durch Flugreisen verbrauchten Kerosinmengen enthalten. Erdöl kommt seit 2017 nicht mehr als Heizungsenergie zum Einsatz.


Angabe, ob der Quotient den Energieverbrauch innerhalb oder außerhalb der Organisation oder beides berücksichtigt.


Neben den oben genannten Energiequellen sind aktuell keine weiteren einbezogen. Die Erfassung externer Energiequellen durch die Nutzung von z. B. Transport- oder Rechenzentrumsdienstleistungen sind im Berichtsjahr nur unvollständig verfügbar und daher nicht in hinreichender Qualität darstellbar.


Ermittlung des Quotienten (Division des absoluten Energieverbrauchs (Zähler) durch den organisationsspezifischen Parameter (Nenner).


5,01 MWh/VZÄ


5,72 MWh/VZÄ


2,5 MWh/VZÄ


4,6 MWh/VZÄ


Wenn der Intensitätsquotient sowohl für den Energieverbrauch innerhalb als auch außerhalb der Organisation angegeben wird, diese Quotienten getrennt aufführen.


Der Energieverbrauch je Vollzeitäquivalent wird nur in der vorliegenden Form ausgewiesen. Eine Separierung für die Energienutzung erfolgt aktuell nicht.


Im Jahr 2020 konnte der direkte Energieverbrauch der EB um 33,3 % und der indirekte Energieeinsatz um 18,3 % gegenüber 2019 reduziert werden. Der Gesamtenergieverbrauch (inkl. der Mobilitätsenergieverbräuche) ist um rund 25 % im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Als der wesentliche Grund für diese starken Reduzierungen ist die COVID-19-Pandemie anzusehen. In dieser Zeit hat ein Großteil der Mitarbeiter:innen im Homeoffice gearbeitet. Darüber hinaus wurden im Fuhrpark vermehrt verbrauchseffizientere Hybrid-Pkw eingesetzt.

Die Daten wurden für 2019 erstmals auch für die Tochtergesellschaften erfasst. Daher sind die Vergleiche auf zwei Jahre beschränkt. Die Daten für die HKD werden in diesem Bericht erstmals separat ausgewiesen, da diese Tochtergesellschaft in die EMAS-/EMASplus-Zertifizierung ab 2021 einbezogen wird.

Gesamtenergie, direkter & indirekter Engergieeinsatz (in MWh) (EB-Gruppe)
Gesamtenergie, direkter & indirekter Energieeinsatz (in MWh) (EB))

Die Reduzierung des Verbrauchs von 2018 auf 2019 ist auf die Verringerung der genutzten Flächen am Standort Eisenach und der damit verbundenen Minderung der Gasnutzung zurückzuführen. Gleichzeitig stiegen die Stromnutzung und der indirekte Energieverbrauch in Kassel an. Die deutliche Einsparung der Energienutzung 2020 beruht vor allem auf den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, da viele Mitarbeiter:innen zu großen Teilen mobil, insbesondere von zu Hause aus, gearbeitet hatten.

Die Verlagerung von Arbeitsplätzen aus den Regionen in die Zentrale und von der EB auf die Tochter­gesellschaften wirkte sich insgesamt nicht wesentlich auf die Energieverbräuche aus. Der leichte Personalaufbau 2020 innerhalb der EB-Gruppe – auf Vollzeitstellen bezogen – hatte keinen wesentlichen Effekt auf den Energieverbrauch und war zusätzlich von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie überlagert.

Gesamtenergie, direkter & indirekter Energieeinsatz (in MWh) (EB-SIM & HKD)
Energie/VZÄ EB Standorte 2019

Die Energieverbräuche der einzelnen Standorte sind jeweils auf einem sehr unterschiedlichen Niveau. Dies ist zurückzuführen auf unterschiedlich große Ausstattungen von Büro-, Service- und Repräsentationsflächen sowie teilweise auf unterschiedliche technische Ausstattungen. Im Zuge des Standortkonzeptes optimiert die EB den Energieverbrauch an den einzelnen Standorten im Rahmen der lokalen Möglichkeiten kontinuierlich weiter.

Die starken Mengenabweichungen der Niederlassungen in Kassel, Schwerin, Eisenach und Nürnberg gehen größtenteils auf eine Reduzierung der Mitarbeiter:innen vor Ort zurück. Am Standort Eisenach kommt die mangelhafte Dämmung des alten Fachwerkgebäudes hinzu. Zum Ende des Jahres 2020 ist die ursprüngliche Filiale Kassel aufgegeben worden und die Standorte Nürnberg und Schwerin sind in neue kleinere Räumlichkeiten umgezogen.

Energie/VZÄ EB-Gruppengesellschaften 2020

Die Unterschiede bei den Gesellschaften der EB-Gruppe beruhen im Wesentlichen auf Unterschieden in der Raumnutzung (Mitarbeiter:innen pro m²) und den dazugehörigen Allgemein- und Gemeinschaftsflächen.

Stromverbrauch/VZÄ EB-Gruppe 2020

Die Daten der EB-RE sind nicht aufgeführt, da die Mitarbeiter:innen Angestellte der EB sind. Die Verbräuche würden zu verfälschten Werten je VZÄ führen. Für die Change Hub GmbH liegen aufgrund der Gebäudestruktur bislang keine eigenen Verbrauchswerte vor.

Stromverbrauch/VZÄ (in MWh) EB, KS, KI

Der Stromverbrauch je Vollzeitäquivalent konnte bankweit 2019 bedingt durch eine Reduzierung von Standortflächen um 4,7 % und 2020 zusätzlich Pandemie-bedingt nochmals um 11,8 % gesenkt werden.

In Kassel lag der Stromverbrauch bis Ende 2020 im Vergleich zu den Tochtergesellschaften erheblich höher, da im Ausweichquartier für die Zentrale über elektrische Heizplatten in der Deckenkonstruktion geheizt wurde. Der Stromverbrauch zeigte insbesondere 2020 eine Reduzierung des Stromverbrauchs um 5,5 % (inkl. E-Heizung) bei gleichzeitiger Erhöhung der Vollzeitäquivalente um 13 %. Dies resultierte in einer Senkung des Stromverbrauchs je VZÄ von 16,3 %.

In Kiel lag der Wert 2020 9,2 % über dem Vorjahreswert, was vor allem mit einem deutlichen Personalrückgang (14,8 %) zusammenhängt, während gleichzeitig die nutzerunabhängigen Stromverbräuche z.B. für Treppenhäuser und Fahrstühle kaum verändert wurden.

Evangelische Bank
2018
20192020
Abweichung 2020-2019

Mitarbeiter:innen (in Vollzeitstellen; VZÄ)


405,77


405,57


409,30


+0,92 %


Strom (in kWh)


894.876,53 kWh


852.635,94 kWh


759.333,35 kWh


-10,94 %


Stromverbrauch pro VZÄ


2.205,38 kWh


2.102,32 kWh


1.855,20 kWh


-11,75 %


Wärme (klimabereinigt)


1.059.588,71 kWh


988.506,84 kWh


794.928,30 kWh


-19,58 %


Wärme (klimabereinigt) pro VZÄ


2.611,30 kWh


2.437,33 kWh


1.942,17 kWh


-20,32 %


Gesamtenergiebedarf (klimabereinigt)


1.954.465,24 kWh


1.841.142,78 kWh


1.554.261,65 kWh


-15,58 %


Ges.-Energie/VZÄ (klimabereinigt)


4.816,68 kWh


4.539,64 kWh


3.797,37 kWh


-16,35 %


Erneuerbare Energien Strom


887.983,24 kWh


848.741 kWh


757.596,81 kWh


-10,74 %


Erneuerbare Energien Wärme


93.529,28 kWh


88.522,12 kWh


146.708,48 kWh


+65,73 %


Anteil erneuerbare Energien (klimabereinigt)


50,2 %


50,9 %


58,2 %


+14,26 %


Hauptsitz Kassel
2018
2019
2020Abweichung 2020-2019

Mitarbeiter:innen (in Vollzeitstellen; VZÄ)


221,59


238,48


269,37


+12,95 %


Strom (in kWh)


351.464,43 kWh


382.786,33 kWh


361.752,05 kWh


-5,5 %


Stromverbrauch pro VZÄ


1.586,10 kWh


1.605,11 kWh


1.342,96 kWh


-16,33 %


Wärme (klimabereinigt)


95.968,81 kWh


70.116,2 kWh


69.150,79 kWh


-1,38 %


Wärme (klimabereinigt) pro VZÄ


433,09 kWh


294,01 kWh


256,71 kWh


-12,69 %


Gesamtenergiebedarf (klimabereinigt)


447.433,24 kWh


452.902,53 kWh


430.902,84 kWh


-4,86 %


Ges.-Energie/VZÄ (klimabereinigt)


2.019,19 kWh


1.899,12 kWh


1.599,67 kWh


-15,77 %


Erneuerbare Energien Strom


351.464,43 kWh


382.786,33 kWh


361.752,05 kWh


-5,5 %


Erneuerbare Energien Wärme


42.372,67 kWh


31.491,85 kWh


30.022,97 kWh


-4,66 %


Anteil erneuerbare Energien (klimabereinigt)


88 %


91,5 %


90,9 %


-0,6 %


Hauptstelle Kiel2018
20192020Abweichung 2020-2019

Mitarbeiter:innen (in Vollzeitstellen; VZÄ)


104,39


92,71


79,00


-14,79 %


Strom (in kWh)


172.671 kWh


178.415 kWh


165.971 kWh


-6,97 %


Stromverbrauch pro VZÄ


1.654,1 kWh


1.924,44 kWh


2.100,9 kWh


+9,17 %


Wärme (klimabereinigt)


513.020 kWh


474.440 kWh


430.800 kWh


-9,2 %


Wärme (klimabereinigt) pro VZÄ


4.914,46 kWh


5.117,46 kWh


5.453,16 kWh


+6,56 %


Gesamtenergiebedarf (klimabereinigt)


685.691 kWh


652.855 kWh


596.771 kWh


-8,59 %


Ges.-Energie/VZÄ (klimabereinigt)


6.568,55 kWh


7.041,9 kWh


7.554,06 kWh


+7,27 %


Erneuerbare Energien Strom


172.671 kWh


178.415 kWh


165.971 kWh


-6,97 %


Erneuerbare Energien Wärme


/


/


64.620 kWh


/


Anteil erneuerbare Energien (klimabereinigt)


25,2 %


27,3 %


38,6 %


+41,39 %


Die EB hat sich das Ziel gesetzt, die Wärmeverbräuche klimabereinigt 2020 um 3% zu reduzieren. Dieses Ziel hat sie 2020 bereits mit nominell -51,2 % und -45,5 % je VZÄ im Vergleich zum Basisjahr 2015 weit übertroffen. Bei der Klimabereinigung werden die tatsächlichen Wärmeverbräuche durch einen standortbezogenen Korrekturfaktor witterungsbereinigt. Die Klimabereinigung ermöglicht eine bessere Vergleichbarkeit zwischen den Jahreswerten.

Insgesamt reduzierte sich der klimabereinigte Wärmeverbrauch je VZÄ der Bank 2020 gegenüber dem Vorjahr um 20,3 %. Bei den folgenden Standorten konnten für die Berechnung lediglich die Durchschnittswerte der beiden Vorjahre einfließen, da zum Zeitpunkt der Erstellung des Berichtes noch keine Nebenkosten- und Verbrauchsabrechnungen der Vermieter verfügbar waren: Berlin, Hamburg, Frankfurt, Speyer, Stuttgart und München.

Die Nutzung des Ausweichquartiers für die Kasseler Zentrale im Zeitraum von Ende 2017 bis Ende 2020 wirkte sich positiv auf die Wärmebilanz aus, da das Gebäude elektrisch beheizt wurde. Etwa 432 MWh Wärme konnten nominell bzw. 88,2 % je VZÄ in Kassel eingespart werden. Gegenüber 2019 waren die größten Wärmeeinsparungen (nominell klimabereinigt) in Kiel (-9,2 %), Schwerin (-40,9 %), Hannover (-29,9 %), Eisenach (-29,9 %) und Nürnberg (-81,9 %). Neben der COVID-19-Pandemie trugen auch Verringerungen des Personalbestandes an diesen Standorten zu Wärmeeinsparungen bei.

Die klimabereinigten Wärmeverbräuche der Tochtergesellschaften erhöhten sich im Durchschnitt um 8,7 %, was vor allem auch mit dem Personalaufbau und der erweiterten Flächennutzung der EB-KS und der EB-SIM verbunden werden kann.

Insgesamt strebt die EB-Gruppe eine nachhaltige Verbesserung der Energieeffizienz im Bereich der Gebäudeökologie an. Die Umzüge in modernere Gebäude haben in der Vergangenheit positive Effekte gezeigt. Die EB wird ihre Anstrengungen zur Erreichung der Reduktionsziele fortführen.

Wärme (klimabereinigt in kWh) pro VZÄ
Wärme (klimabereinigt in kWh)/VZÄ Hauptsitz Kassel
EB-Gruppe
2019
2020

Strom (in MWh)


917,08 MWh


817,52 MWh


Strom direkter Verbrauch erneuerbare Energie (PV-Anlage)


5.456 kWh


6.175 kWh


Wärme (MWh)


918,44 MWh


735,17 MWh


Wärme Fernwärme (kWh)


872.841,27 kWh


704.324,83 kWh


Anteil Fernwärme an Wärme (%)


95,04 %


95,8 %


Wärme Gas (kWh)


45.596 kWh


30.848 kWh


Anteil Gas an Wärme (%)


4,96 %


4,20 %


Wärme Öl (kWh)


0 kWh


0 kWh


Anteil Öl an Wärme (%)


0 %


0 %


Gesamtenergiebedarf


1.835.513,03 kWh


1.552.690,36 kWh


Ges.-Energie/VZÄ


3.485,92 kWh


2.851,9 kWh


Ges.-Energie/Kopf


3.153,80 kWh


2.600,82 kWh


Gesamtenergiebedarf (klimabereinigt)


1.983.503,28 kWh


1.697.149,87 kWh


Ges.-Energie/VZÄ (klimabereinigt)


3.766,98 kWh


3.117,24 kWh


Ges.-Energie/Kopf (klimabereinigt)


3.408,08 kWh


2.842,8 kWh


Ges.-Energie/m² (klimabereinigt)


127,95 kWh


109,46 kWh


Erneuerbare Energien Strom


913.180,82 kWh


814.601,74 kWh


Anteil erneuerbare Energien (klimabereinigt)


51,7 %


58,4 %


Einspeisung Photovoltaik


26.499 kWh


26.992 kWh


Kosten Strom (brutto)


231.133,63 Euro


211.682,91 Euro


Kosten Wärme (brutto)


77.919,39 Euro


68.455,80 Euro


Ertrag Stromeinspeisung


0 Euro


0 Euro


Gesamtkosten Energie


309.053,02 Euro


280.138,71 Euro


Kosten Energie pro VZÄ


586,94 Euro


514,54 Euro


GRI 302-4 Verringerung des Energieverbrauchs

Über die Verringerung des Energieverbrauchs wird in den vorherigen GRIs 302-1, 302-2 und 303-3 ausführlich berichtet.

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